Blutig und albern: The Babysitter: Killer Queen bei Netflix

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Mit "The Babysitter" brachte Regisseur McG (eigentlich Joseph McGinty Nichol) 2017 einen blutigen Splatter-Spaß bei Netflix heraus, der zwar mäßige Kritiken bekam, aber offenbar so vieoe Zuschauer fand, dass der Streaming-Dienst einen zweiten Teil bestellte. Der heißt "the Babysitter: Killer Queen" und erzählt die Story des ersten Teiis mit zeitlicher Verzögerung weiter. Weist die Fortsetzung deutliche Unterschiede auf - oder ist alles wie gehabt?

Die Handlung

Zwei Jahre sind seit der Nacht vergangen, in der Coles (Judah Lewis) Babysitterin Bee (Samara Weaving) und ihre Satanskultisten den Jungen umbringen und mit seinem Blut ein Ritual vollziehen wollten. Im Gegensatz zu Nachbarin und guter Freundin Melanie (Emily Alyn Lind), die über die Ereignisse ihren Mud gehalten hat, wollte COle aber erzählen, was wirklich geschah - und gilt seitdem in der Highschool als bescheuerter Spinner. Das macht ihm jeden Tag zur Hölle.

Auch die neue Mitschülerin Phoebe (Jenna Orteag), die etxrem schräg ist, kann nur kurzzeitig von ihm ablenken. UNd so lässt er sich von melanie überreden, mit ihr und ihren Freunden an einen See zu fahren, um endlich auf andere Gedanken zu kommen. Wie hätte er auch wissen können, dass seine ehemaligen Feinde aus der Hölle zurückkehren, um erneut zu versuchen, ihn umzubringen? Sie haben dafür aber nur bis zum Morgengrauen Zeit. Für Cole und Neu-Schülerin Phoebe, die zufällig zwischen die Fronten gerät, beginnt eine lange Nacht ...

The Babysitter Killer queen

Doof, aber (manchmal) lustig

Es gibt Filmemacher, bei denen weiß der Zuschauer eigentlich immer, was er bekommt. McG ist so einer. Er steht immer für mäßig interessante Handlung, oft sehr albernen Humor und überdrente Action. Und davon rückt er auch bei seinem zweiten Ausflug ins Genre der Horror-Komödie nicht ab. So präsentiert sich The Babysitter Killer Queen als lupenreine Trash-Party mit viel Blut und Gore, strunzdummen Figuren und abstursen ideen. Genau dafür kann man den Film aber auch mögen.

Klar, für gehobene Ansprüche ist das nichts. Gruselig oder atmosphäarisch dicht ist der Film in keinem Moment, die Handlung dient nur als roter Faden zwischen den Splatter-Einlagen, die Dialoge sind teilweise furchtbar und die Figuren flach wie Briefmarken. Allerdings macht der Film auch keinen Hehl daraus, dass dieser Umstand allen Beteiligten klar ist. Hier darf man also Absicht unterstellen. Und von da an wird es zur reinen Geschmackssache.

Klassischer Partyfilm

Denn es gibt Filmfans, die an genau so etwas ihren Spaß haben. Vor allem in größeren Gruppen bei entsprechender Stimmung kann so ein tiefergelegtes Niveau ja auch Spaß machen.. Und man hat als Zuschauer durchaus das Gefühl, so war es auch gedacht. Denn hin und wieder weist das Drehbuch tatsächlich Gags auf, die auf einer deutlich höheren Ebene angesiedelt sind. Das sind zwar insgesamt zu wenig, um den Humorlevel entscheidend zu heben, beweist aber, dass die Autoren durchaus wussten, was sie taten. Und die Inszenierung des augenzwnkernden, blutigen Blödsinns gelingt McG als ordentlicher Handwerker problemlos.

Dazu gibt es wie schon im Vorgänger ein paar überaus gut aussehende Schauspieler zu sehen. Bella Thorne, Samara Weaving und Robbie Amell machen eine gute Figur. Und haben offensichtlichen Spaß an ihren Rollen, die sie mit herrlich dämlicher Attitüde verkörpern. Dass die Story im Finale sogar noch einen abstrusten Plot-Schwenk hinlegt, der Teil eins in neuem Licht zeigt, passt zum Rest des FIlms. Wie die Tatsache, dass in einem US-Film zwar nach Herzenslust getötet werde kann, zärtlichere Begegnungen zweier Körper aber schamhaft versteckt werden.

Die meisten US-Kritiker ließen an The Babysitter: Killer Queen kein gutes Haar und von einem cineastischen Standpunkt aus ist das auch nachvollziehbar. Allerdings dürfte das die Zielgruppe des Films auch nicht weiter interessieren. Denn Trash-Fans legen eben auf andere Dinge wert. Zwar spielt auch der zweite Teil der Filmreihe (ein dritter sei bei Erfog möglich, ließ McG wissen) nicht in einer Liga mit Horrorkomödien-Meilenstenen wie "Braindead" und kommt auch an kleine Perlen wie "Tucker and Dale vs Evil" nicht heran. Aber in der richtigen Stimmung und mit dem richtigen abseitigen Filmgeschmack macht dieser Babysitter durchaus Laune.

The Babysitter Killer Queen

Fazit:

Dieser Film ist nicht für jeden! Den richtigen Filmgeschmack - oder je nach Ansicht das Fehlen von Geschmack - sollte man schon mitbringen, um hier Spaß zu haben. Wirre Handlung, doofe Dialoge, alberne Figuren und jede Menge Kunstblut machen den Film aber zu einer vergnüglichen Sache für Trash-Fans. Und in einigen wenigen Momentan blitzt sogar ein richtig intelligenter Witz durch. Man muss diesen Film nicht mögen oder lustig finden. Aber man kann.

The Babysitter: Killer Queen läuft ab sofort bei Netflix.

Wertung

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