Monster Hunter: Schlechter Witz kostet Millionen

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Was für ein skurriler Fall! Weil Paul Anderson in seinem Film Monster Hunter, der Adaption eines bekannten Videospiels, einen schlechten Witz machte, der auf der Klangähnlichkeit der Worte "knees" und "Chinese" beruht und dann auch noch eine schlechte Übersetzung bekam, hat das Land den Film nur wenige Stunden nach Kinostart am Freitag wieder aus den Lichtspielhäusern verbannt. Dabei ist der asiatische Markt für den Film extrem wichtig, da das gleichnamige japanische Spiel auch dort extrem erfolgreich ist. China sollte Constantin FIlm eigentlich schnell die ersten Millionen in die Kasse spülen. Ob daraus noch etwas wird, steht momentan in den Sternen.

Rettet das Herausschneiden die EInnahmen?

Der chinesische Konzern Tencent, der die Vetriebsrechte in China hält und gleichberechtigter Partner des Projekts ist, versucht bereits, die Wogen zu glätten. Offenbar ist geplant, die entsprechende Szene komplett aus dem Film zu schneiden. Momentan ist noch unklar, ob der Film überhaupt wieder in die chinesischen Kinos kommt. Und selbst wenn das geschieht, bleibt abzuwarten, wie schwer dieser Skandal dem Film geschadet hat, was das Interesse des Publikums angeht.

MOnster Hunter Jovovixh und Jaa

 

Spielehersteller Capcom beeilte sich zwar mit der Meldung, mit dem FIlm nichts zu tun zu haben, dennoch wurde auch das bislang letzte Spiel der Reihe durch den Vorfall massiv in Mitleidenschaft gezogen und kassierte reihenweise schlechte Kritiken durch Käufer. Diese Distanzierung ist auch deshalb schwierig, weil Filmheldin Milla Jovovich in einem Update als Spielfigur eingebaut wurde, Capcom schien also durchaus an das Projekt zu glauben.  

Durch die wetlweite Corona-Pandemie ist China momentan einer der wenigen Märkte, in dem Kinofilme Geld verdienen können, umso härter dürfte Constantin Film dieser Skandal treffen. Für die USA ist ein Kinostart am 25. Dezember weiterhin geplant, in Deutschland steht der Release momentan für den 28. Januar 2021 an.

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