To All The Boys Always And Forever: Letzter Teil der Teen-Trilogie jetzt bei Netflix

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2018 begann Netflix gleich zwei höchst erfolgreiche Verfilmungen von Love-Storys, die auf gerade angesagten Romanen basierten. Im Mai nahm der Streaming-Dienst The Kissing Booth ins Programm, dessen dritter Teil noch in diesem Jahr erscheinen wird, bereits im Februar lief To All The Boys I've Loved Before , nach den Romanen von Jenny Han. 2020 wurde die Geschichte um Lara jean und Peter dann mit To All The Boys: P.S.: I Still Love You fortgesetzt, nun kommt sie mit To All The Boys Always And Forever zu einem Ende. Unterschiedet sich das finale Kapitel von den vorherigen? 

To ALl The Boys Always And Forever

Die Handlung

Lara Jean (Lana Condor) ist noch immer unfassbar glücklich mit ihrem Freund Peter (Noah Centineo), mit dem sie nach der Highschool unbedingt gemeinsam zur Universität von Stanford gehen möchte. Sie hat ihr weiteres gemeinsames Leben schon für die kommenden Jahre genau durchgeplant, so wie sie auch ihre berühmten Keksrezepte angeht. Während ihre Cousine Chris (Madeleine Arthur) nach der Trennung von ihrem Freund den Männern eher misstrauisch gegenüber steht – und den Plänen von Lara Jean erst recht – ist die 17-jährige nach wie vor davon überzeugt, dass ihr Leben in genau den geplanten Bahnen verlaufen wird. Längst hat sie Peter in ihre Vorstellung aktiv eingebunden.

Doch dann muss sie feststellen, dass das Leben doch nicht ganz so berechenbar ist, wie sie sich das gewünscht hatte. Erst bekommt sie aus Stanford eine Absage, dann verliebt sie sich auf einer Klassenfahrt unsterblich in die Stadt New York und das dortige Literatur-Studium der NYU. Doch Peter geht noch immer davon aus, dass sie ihr weiteres Leben nah beieinander verbringen werden – und nicht mehr als 5000 Meilen voneinander entfernt! Wird Lara Jean der Liebe wegen auf einer andere Uni gehen, die in der Nähe von Stanford liegt, oder folgt sie ihrem Traum, im Big Apple englische Literatur zu studieren?

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Nahtlose Fortsetzung

Schon die beiden Vorgänger haben es mit der Realität nicht so genau genommen und dem Zuschauer eine Story aufgetischt, die sich sehr nahe an einem Märchen bewegt hat. In klinischer Umgebung ohne jegliche erotische Komponente leben amerikanische Teenager ohne Geld- oder andere existenzielle Sorgen und können sich daher ausgiebig mit den Tücken der Liebe beschäftigen. Das war allerdings bereits zwei Mal so niedlich und einfallsreich gemacht, dass die Filme trotz ständig drohendem Zuckerschock und ihrer extrem übersichtlichen Handlung unterhaltsam waren – wenn man sich denn für Teenie-Rom-Coms überhaupt erwärmen kann.

Und weil die Vorgänger auch entsprechend erfolgreich waren, gab es für Regisseur Michael Fimognari, der Teil eins als Kameramann und Teil zwei als Regisseur umsetzte, auch keinerlei Grund, irgendetwas an der Erfolgsformel zu ändern. Und daher wirkt To All The Boys Always And Forever auch vom ersten Moment an wie die direkte Fortsetzung der Story, die damit – zumindest vorerst – zu einem Abschluss kommt, ein weiterer Film ist zurzeit nicht geplant. Wie schon in den Vorgängern liegt das zum großen Teil am guten Cast. Auch wenn Centineo und Condor eher wirken wie Sandkastenfreunde und nicht wie ein Liebespaar, sind sie derart sympathisch, dass man ihnen einfach nichts Schlechtes wünschen kann.

To ALl The Boys Always And Forever

Eine Tüte Popcorn – mit viel Zucker

Lana Condors strahlenden Augen kann das Publikum ebensowenig entkommen wie Centineos jungenhaft-unschuldigem Charme. Natürlich wirken sie nicht im Ansatz wie echte Menschen, aber darum geht es hier ja auch nicht. Neben den beiden Hauptrollen sorgen aber auch einige der Nebencharaktere für besonders niedliche oder witzige Momente. John Corbett spielt erneut den weisen Vater dreier Töchter, der seine neue Freundin endlich heiraten möchte. Lara Jeans kleine Schwester Kitty, die im ersten Teil die Handlung erst ins Rollen brachte, ist erneut trotz schwerer Fälle von Altklugheit einfach süß. Und Madeleine Arthur spielt souverän die Weichspüler-Version eines rebellischen Teenagers.

Dazu gibt es erneut, wenn immer möglich, unaufdringlichen Pop als Soundtrack auf die Ohren. Drehbuch-Autorin Kate Lovejoy, eine der wenigen neuen kreativen Köpfe im dritten Teil, baut dazu ein paar Verbeugungen vor bekannten oder kultigen Rom-Coms vergangener Jahrzehnte auf, bei denen auch ältere Zielgruppen einen Seufzer nicht unterdrücken können. So darf Noah Centineo John Cusacks Ghetto-Blaster-Schlüsselszene aus Teen Lover (1989) nachspielen. Diese und andere zumindest innovativ erzählten Szenen bewahren To All The Boys Always And Forever vor der völligen Belanglosigkeit.

To ALl The Boys Always And Forever

Denn die zweite Fortsetzung macht insgesamt so wenig anders als die Vorgänger, dass man viele Szenen kaum einem der Filme zuordnen könnte, würde man sie außerhalb ihres Kontextes sehen. Die zweite uind voraussichtlich letzte Fortsetzung des Erfolgs von 2018 ist einfach zu beliebig und überraschungsarm, um lange im Gedächtnis zu bleiben. Wer sich allerdings in die ersten beiden Filme schon versenken konnte, wird das auch bei diesem wieder schaffen. 

Fazit:

To All The Boys Always And Forever ist der letzte Teil der putzigen Jung-Mädchen-Prinzessinnen-Phantasie, die bereits zweimal gut beim Publikum ankam. Ohne Anspruch auf Realitätsbezug oder Glaubwürdigkeit überzuckert Regisseur Michael Fimognari seine Story bis an die Schmerzgrenze und hat es hauptsächlich seinem spielfreudigen Cast zu verdanken, dass hier und da mal eine kleine Kante im ansonsten megaglatten Plot übrig bleibt. Die sympathischen Figuren sind es neben ein paar netten Drehbuch-Ideen denn auch, die das Einschalten halbwegs lohnenswert machen, wenn man auf hoffnungslos romantische und sehr harmlose Rom-Coms steht.

To All The Boys Always And Forever startet am 12. Februar 2021 bei Netflix.

To ALl The Boys Always And Forever

Wertung

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