Welcher Typ Filmfan bist du?

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Filmsammlung

„Meine Sammlung geht mir über alles!“

Du hast ein eigenes Zimmer für deine Filme, das du (je nachdem, wie alt dein Besuch ist) „die Videothek“ oder „die Mediathek“ nennst. Wenn ein Film im Steelbook erscheint, dann kaufst du ihn dir. Selbiges gilt für Mediabooks. Und Hartboxen. Und Tape Editions. Und natürlich für limitierte Sammlereditionen mit Büste. Das erklärt auch, weshalb du zwar wenige verschiedene Filme hast, und dennoch genug Filmkrempel, um einen ganzen Raum zu füllen! Du hast deine Lieblingsfilme auf VHS, zweimal auf DVD („die Single-Disc-Edition hatte das schönere Cover“), auf HD-DVD, dreimal auf Blu-ray (in normaler Verpackung, im Steelbook und diese aufwändige Liebhaber-Edition aus Japan hast du dir auch importiert) und sogar auf Laserdisc! Du hast zwar kein dafür benötigtes Abspielgerät, aber du schwörst, dir das noch zu holen, sobald mal am Ende des Monats genug Geld dafür übrig ist. Was bei deinem Kauferhalten wohl niemals sein wird … 

Schräger Filmabend

Schräg gewinnt!

Für dich gibt es nichts, das mehr langweiligt als ein traditionelles Drama über Leute, die in realistischen Szenarien Probleme durchleben. Und auch Alltagskomödien, Krimis und plausible Thriller entlocken dir nur ein müdes Mundwinkelzucken. Actionfilme? Nur dann nennenswert, wenn sie besonders viele Regeln der Physik brechen – Michael Bay und John Woo sind also eher deine Helden als ein Michael Mann. Martin Scorsese ist für dich ein Spießer, dem man mal den quersitzenden Stock operativ entfernen müsste, und Ingmar Bergman ist für dich eine freudlose Langweilerlusche. Das, worauf du stehst, sind Filme mit möglichst ausgefallenen Genrekonstellationen. Du liebst Drogentrip-Tanzfilm-Thrillerdramen wie Gaspar Noés „Climax“, Science-Fiction-Comedy-Drama-Actioner wie „Southland Tales“, polnische Märchen-Grusicals wie „The Lure“, filmische Kunstinstallationen wie „Manifesto“ und Teenie-Dramödien-Film-noir-Hommagen wie „Brick“. Filmabende mit dir kann man in „Häää?!“s pro Stunde messen und sie enden immer damit, dass dich deine Gäste irritiert anschauen. Und doch kommen sie immer wieder.

Popcorn

Ist's kein Hit, ist es Shit!

Deine Lieblingsfilme sind „Avengers || Endgame“, „Titanic“ und „Fast & Furious 7“, deine deutschen Lieblingsregisseure sind Mister„Fack Ju Göhte“ Bora Dagtekin, Til Schweiger und Michael „Bully“ Herbig, und deine Lieblings-Filmstudios sind Disney, Marvel Studios und Pixar. Als du noch Facebook benutzt hast, hast du deine Pinnwand mit Minion-Memes vollgekleistert und du hast deinen eigenen „Harry Potter“-Zauberstab: Wenn es erfolgreich war, dann kennst du es nicht nur, du liebst es auch – denn es ist die Weisheit der Masse, die gute Filme ans Tageslicht bringt. Solche Kunstfilme wie „Social Network“, „Slumdog Millionär“ und „Forrest Gump“ kannst du dir aber auch anschauen, wenn es bei einem Filmnachmittag mit der Familie oder einem Date sein muss – aber noch weniger Mainstream muss echt nicht sein!

Nostalgie

Nostalgie pur

Deine Filmdiät besteht nahezu ausschließlich aus den Filmen deiner Kindheit und deiner Jugend – und aus Filmen, die in derselben Ära erschienen sind, selbst wenn sie dir damals noch nicht begegneten. Du wurdest beispielsweise in den 1980er-Jahren groß? Dann hast du es dir zum Ziel gemacht, das 80er-Kino durchzuackern und alle, wirklich alle Menschen die dir begegnen, zu bequatschen, dass „das noch Filme waren“, Computereffekte Teufelswerk sind und Actionhelden Muskeln wie Berge haben müssen. Alles, was die Filmwelt hervorgebracht hat, nachdem du die Schule verlassen hast und deinen ersten Vollzeitjob ergattern konntest, ist Müll, für Idioten und eh nur bei deinen Helden geklaut. Nur neue Filme mit den Stars deiner Jugendjahre, die sind ganz in Ordnung! 

Filmklassiker

Nostalgie für die Zeit, die du nicht erlebt hast

Anders als die meisten Nostalgiker:innen romantisierst du nicht die Filme deiner Kindheit und Jugend, sondern das davor. Du bist von der Überzeugung, dass die Filmkunst zu deinen Lebzeiten sukzessive nachgelassen hat. Als du noch klein warst, haben sich Filmschaffende vielleicht noch ein bisschen bemüht, heute dagegen ist alles Murks. Aber: Je weiter man sich filmhistorisch in der anderen Richtung von deiner Geburt entfernt, desto besser war alles! Nichts ist hübscher als ein markant ausgeleuchtetes Schwarz-Weiß-Bild, das Knistern und Knacken einer alten Stereo- oder gar Mono-Abmischung macht dich glücklich, und mal ganz ehrlich: Bevor Filme das Sprechen gelernt haben, waren sie deutlich fantasievoller als sie danach je wieder werden sollten!

Angewidert

„Meinen Schulfreunden muss schlecht werden, wenn sie sich meine Sammlung anschauen“

Für dich kann es nicht hart und tabulos genug werden. Du schaust „Hostel“ gelangweilt zum Frühstück, machst zum Sonntags-Brunch einen „Texas Chainsaw Massacre“-Marathon, „Eden Lake“ ist deine Lieblingsromanze und wenn du einen Filmabend veranstaltest, dann lachst du abschätzig, sollte jemand einen Film ab 16 Jahren mitbringen. Blut, Schweiß und Gedärme, das sind die Materialien, aus denen gute Filme gemacht werden. Seid „Jason X“ vom Index ist, nimmst du den Film nicht mehr ernst, und wann immer du liest, dass ein Film Probleme hatte, eine FSK ab 18 zu bekommen, wirst du hellhörig. Du hast sämtliche österreichischen Filmshops, die indizierte und beschlagnahmte Ware günstig nach Deutschland schicken, in den Lesezeichen deines Browsers gespeichert und wenn Schulfreunde in deiner Filmsammlung stöbern, machen sie andauernd schockierte Geräusche. Niemand kommt auf die Idee, dich als Babysitter einzuspannen. Stattdessen hast du Onlinefreunde, die dich stets über das neuste Hartbox-Schnäppchen informieren.

Kultiviert

„Wenn ich die Sprache verstehe, dann ist das tumber Schrott!“

In deinen Augen können Menschen aus deutschsprachigen Ländern und dem englischsprachigen Raum einfach keine gescheiten Filme drehen. Vielleicht liegt es in deren DNA, womöglich sind sie einfach zu kommerzgeil, aber es liegt definitiv nicht daran, dass du eine sprachliche und kulturelle Hürde zwischen dir und dem Filminhalt mit künstlerischer Leistung verwechselst. Auf gar keinen Fall! Es ist (in deiner Welt) einfach Fakt, dass Filmschaffende in Ländern, in denen dir völlig fremde Sprachen gesprochen werden, deutlich mehr Talent in ihren Knochen haben. Japan, Südkorea, Russland, das sind die wahren Filmhochburgen, und, ja, in Frankreich und Italien tummeln sich auch ein paar fähige Leutchen – aber was die so gemacht haben ist schon arg Mainstream. Naja, trotzdem man muss wohl Fellini und Godard Respekt zollen. Ganz anders als Leuten, die Filme in der Synchronfassung schauen. Die gehören gevierteilt und verbrannt!

Das Filmmuseum

Das Filmmuseum

Du weißt nicht mehr genau, wie es dazu gekommen ist, aber eines Tages hast du beschlossen, deine persönliche Filmsammlung zu einem universellen Filmmuseum auszubauen. Du hast dir die Mission gesetzt, die wichtigsten, einflussreichsten, erfolgreichsten und prestigeträchtigsten Filme der Geschichte zu archivieren – von Oscar-Gewinnern in der Kategorie „Bester Film“ über Rekordbrechern bis hin zu Filmen wie „Vertigo“ und „Citizen Kane“, die immer wieder die Spitzenplätze in ewigen Bestenlisten einnehmen. „Ziemlich beste Freunde“ steht bei dir im selben Regal wie „Fack Ju Göhte“, ganz gleich, was du von diesen Filmen hältst, und „Green Book“ hast du dir auch augenrollend gekauft. Einmal vorgenommen, wird das mit „Ich kaufe alle Oscar-Gewinner“ auch durchgezogen!

Masse muss sein

Quantität ist Trumpf

Du bist der größte Filmfan, den du kennst! Wieso? Na, deshalb: Du schaust wöchentlich mindestens 28 Filme, hast sämtliche VOD-Dienste abonniert und du kennst auch alle illegalen Quellen, die nicht virenverseucht sind. Noch bevor bei einem Film der Abspann beginnt, hast du bei Letterboxd deine Kurzkritik fertig, und damit du auch wirklich dein tägliches Soll schaffst, drückst du auch nicht auf Pause, wenn du aufs Klo gehst oder kochst. Fragt man dich nach deinem Lieblingsfilm, stotterst du irritiert herum, fragt man dich, was du als letztes geguckt hast, musst du bei Letterboxd nachgucken. Aber: Du hast mehr Filme gesehen als sonst alle, die du kennst! Gratulation, denn genau darum geht es!

Serien

„Also, eigentlich stehe ich eher auf Serien ...“ 

Wenn man dich Leuten vorstellt, wird noch immer angemerkt, was für ein Mega-Filmfan du doch seist. „Damals, so in der Mittelstufe, da haben wir unser ganzes Taschengeld für Kino ausgegeben, weißt du noch?“, raunt es in den Raum, während man dir einen Ellenbogen in die Rippen rammt. Dabei ist das doch e-w-i-g her. Ja, du hast noch ein, zwei Dutzend DVDs aus Nostalgiegründen behalten, aber den ganzen Rest deiner Sammlung hast du längst verkauft und ins Kino gehst du auch nur noch, wenn man dich einmal im Jahr dazu bequatscht. Wenn überhaupt. Deine neue Liebe sind Serien: Du bingest eine ganze Netflix-Serienstaffel in einem Rutsch durch, schaust danach noch vier, fünf Folgen einer alten Sitcom und am nächsten Tag schaust du dir eine fünfteilige True-Crime-Doku an. Zum Aufwärmen, bevor du dir die neuste Amazon-Serie gibst. „Game of Thrones“ hast du zwei Mal komplett gesehen, „Breaking Bad“ vier Mal und du hütest deine „Stranger Things“-Funkos wie einen Schatz. Manchmal murmelst du: „Schade nur, dass es immer so lange dauert, eine Serie zu schauen“, aber das vergeht, sobald Netflix dir eine neue Serie vorschlägt.

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