Bioware: Rollenspiel-Könige verlieren wichtige Köpfe

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Wer sich ein wenig mit Rollenspielen auskennt, dem muss man die Firma Bioware nicht mehr vorstellen. Schon vor mehr als 20 Jahren machten die Kanadier mit Baldur's Gate Furore und katapultierten sich in die Spitzenposition der Rollenspiel-Macher. Es folgten weitere Meilensteine wie Neverwinter Nights oder Star Wars: Knights of the Old Republic. 2008 machte Branchenprimus EA deshalb Ernst und kaufte Bioware für 860 Millionen Dollar. Seitdem schufen die Kanadier unter anderem die Dragon Age- und die Mass-Effect-Reihe. Mit ihrem neuesten Projekt Anthem erlitt Bioware allerdings Schiffbruch.

Negativ-Lauf seit einigen Jahren

Und auch das ausgelagerte Mass Effect Andromeda erwies sich als Flop. Während das Studio nun an Dragon Age 4 und Mass Effect 5 werkelt - beide noch Jahre von der Fertigstellung entfernt, verlor es nun zwei wichtige Mitarbeiter. General Manager Casey Hudson war für die Mass Effect-Trilogie verantwortlich und 2017 zum Unternehmen zurückgekehrt, das er 2014 bereits schon einmal verlassen hatte. Und Producer Mark Darrah war mehr als 20 Jahre ein wichtiger Baustein des Erfolgs bei Bioware, bevor auch er nun den Hut nahm.

Bioware Dragon Age 3

Das wird zwar sicherlich keine sofortigen Auswirkungen auf die erwarteten Spiele haben, die sofort neue Köpfe für die Produktion bekamen. Aber es bestätigt doch einen Abwärtstrend, dem sich Bioware seit einigen Jahren gegenübersieht. Mass Effect Andromeda war bestenfalls mäßig gut, und der Ausflug ins Shooter-Fach mit Anthem war für Bioware-Verhältnisse ein echter Flop. Mittlerweile gelten die belgischen Larian-Studios als neue Rollenspiel-Könige - und die arbeiten gerade an Baldur's Gate 3, das bereits bei Steam im Early Access ist und im nächsten Jahr fertig werden soll. Ob sich Bioware die Krone ohne die beiden Schlüssel-Positionen zurückholen kann?

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