Outriders Demo nach 15 Stunden: Liebe auf den zweiten Blick!

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Am 25. Februar war es soweit – oder sollte es zumindest. Hersteller Square Enix und Entwickler People Can Fly stellten eine Demoversion ihres kommenden Third-Person-Koop-Loot-Shooters "Outriders" in den einschlägigen Downloadportalen für PC, PS4, PS5 und Xbox bereit. Wie zu erwarten war der Andrang derart gewaltig, dass um Punkt 18:00 natürlich erst einmal überhaupt nichts ging. Mit etwas Glück konnte man die knapp 20 Gigabyte große Probierversion zwar herunterladen, das Einloggen in die Server war allerdings für viele Stunden eine kaum zu bewältigende Hürde. 

Je später der Abend...

...desto müder die Spieler. Als es um 22:30 dann endlich möglich war, sich in "Outriders" einzuwählen – sofern man die lästige Account-Verknüpfung mit einem Square Enix-Members-Konto wuppen konnte – waren noch ein zwei kurze Runden drin, um sich das heiß erwartete Spiel endlich einmal selber anzusehen. Der erste Eindruck war dezent ernüchternd: Eine sonderbare Wackelkamera in den Zwischensquenzen, die zudem noch mit 30 Bildern pro Sekunde dargestellt wurden (das eigentliche Spiel läuft auf der PS5, dem PC und der Xbox Series X sonst mit 60 Frames) und asynchrone Lippenbewegungen, die selten zum gesprochenen Text passten, machten wacher, als man es zu dieser fortgeschrittenen Uhrzeit eigentlich sein wollte. Die ersten Schritte des Prologs konnten ebenfalls nicht sofort zünden. Bis es endlich zur Auswahl der Klasse kam: Einfach mal den Feuermagier aka Pyromancer ausgewählt und ein wenig rumprobiert. Joa, schon ganz cool, aber so richtig überzeugt war man zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht. Nun aber mal die Konsole ausmachen und ab ins Bett, morgen ist ja auch noch ein Tag.

Outriders @Square Enix

Geht ihr zu dritt auf die Pirsch, haben die Gegner nichts mehr zu lachen.

Nur 48 Stunden

Knappe zwei Abende später sah das Szenario wie folgt aus: Drei Spieler treffen sich im Sprach-Chat, natürlich ist "Outriders" das bestimmende Thema. Spieler 1: "Also so richtig gefetzt hat mich die Demo jetzt nicht." Spieler 2: "Mich auch nicht, aber immerhin kann man die Zwischensquenzen wegdrücken." Spieler 3: "Aber wir haben alle nur im Solo-Modus gezockt, oder? Lasst uns doch mal eben kurz den Koop ausprobieren!?". Gesagt, getan! Alle drei Spieler mit unterschiedlichen Klassen fanden sich nur Minuten später an der Stelle im Spiel wieder, an der die Klasse ausgewählt wird. Also fix drei unterschiedliche Klassen ausgewählt und sich im Trio den ersten Gegnerwellen gestellt. Plötzlich hört man durch das Headset erste Stimmen der Mitspieler wie "Wow, das ist ja mal richtig geil" oder "Hast Du gesehen, wie es diesen Typen nach meinem Zauber zerfetzt hat? Megagut!" Dann geht es weiter und der Dreier-Trupp kommt immer besser in den Tritt und schickt ein gegnerisches Schwadron nach dem nächsten in den Staub. Man merkt schnell: Erst wenn die verschiedenen Magie-Fähigkeiten der Spielfiguren zusammenlaufen, gibt es eine perfekte Symbiose der Zerstörung. 

Outriders @Square Enix

Der Fähigkeitenbaum ist weit verzweigt und gibt euch viele Möglichkeiten zum Experimentieren. Die eingesetzten Punkte könnt ihr jederzeit umsonst zurücksetzen.

Kiste, Kiste, Kiste!

Wir halten bis hierhin fest: Zu dritt im Online-Koop ist "Outriders" eine Spaß-Granate der ersten Garde: Neben den schicken optischen Effekten kann auch die Technik begeistern: Das Spiel droppt gefühlt nicht einen einzigen Frame, egal wie actiongeladen das Bildschirmgewitter auch ausfällt, sprich: Da ruckelt absolut gar nichts! Auch der Netzcode kann überzeugen, denn alle Spieler und NPCs bewegen sich im Kampf ohne Ruckler oder unerklärliche Teleport-Einlagen. Klasse! Das Salz in der Suppe sind neben den zauberdurchdrungenen Ballereien natürlich die Kisten, die ihr an vielen Stellen im Spiel finden und öffnen könnt. Mit etwas Glück ist dort nicht nur etwas bessere Ausrüstung oder eine Waffe mit stärkeren Werten zu finden, sondern euch fallen die sogenannten "Legendaries" in die Hände. Diese Schießprügel sind nicht nur äußerst durchschlagskräftig, sondern verfügen ebenfalls über magische Fähigkeiten. So ist es – dank neuer, legendärer Knarre, einem Feuer-Zauberer plötzlich möglich auch in die Zauberfähigkeiten reinzuschnuppern, die sonst eigentlich anderen Klassen vorbehalten sind. Das ist wirklich eine absolut geniale Idee und lässt den Spielspaß nochmals deutlich anwachsen. Zwei legendäre Waffen konnten wir in rund 15 Stunden Spielzeit ergattern. 

Outriders @Square Enix

Das "Grausige Mark" ist eine der beiden legendären Waffen, die wir in der Demo finden konnten. Hmm, lecker! Mit einer explodierenden Singularität im Gepäck!

Wann ist endlich April?

Nachdem die Demo im Koop-Mpdus rund 10 mal durchgespielt wurde, war sich das Fireteam einig: "Day One!" Der Mix aus Ballerei, den effektvollen Fähigkeiten und der geforderten Herangehensweise (ihr heilt nur, wenn ihr superagressiv nach vorne prescht und den Gegnern von allen Seiten tüchtig einschenkt) sowie dem hochmotivierenden Loot-System macht einfach Lust auf mehr. Die sehr transparent agiernden Entwickler von People Can Fly hatten das Feedback der Fans stets im Blick und kündigen nicht nur an, die Demo-Version noch an einigen Stellen zu verbessern, sie wollen auch in das finale Produkt noch so viel Feedback einfließen lassen, wie es ihnen nur möglich ist. Das wundert wenig, denn die Demo von "Outriders" wurde bis heute rund zwei Millionen mal heruntergeladen. Ein achtbarer Erfolg! 

Nun ist es natürlich verdammt schwer abzuwarten, bis endlich die finale Verkaufsversion am 01. April für alle Systeme (außer Nintendo Switch) verfügbar ist. Immerhin wird es möglich sein, mit eurer Spielfigur aus der Demo weiterzuspielen und eure Ausrüstung und die gefundenen Waffen ebenfalls in das fertige Spiel zu übertragen. Das wird auch bitternötig, denn schon der Boss aus der Demo, der blitzeschleudernde "Gauss", ist auf dem höchsten in der Demo verfügbaren Schwierigkeitsgrad alles andere als Fallobst. 

Den finalen Test zu Outriders will die Redaktion allerdings nicht über‘s Knie brechen. Erst, wenn wir uns wirklich ausgiebig mit dem neuen Loot-Shooter beschäftigt haben, könnt ihr einen ausführlichen Test auf spiele.de lesen.

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