Star Wars Squadrons: So gut ist das neue Spiel!

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Als Jedi im Kampf gegen das Imperium wie in "Star Wars Jedi: Fallen Order" oder in großen Schlachten kämpfen wie in "Star Wars Battlefront 2" - das konntest du als Fan des Sci-Fi-Universums in den vergangenen Jahren problemlos tun. Aber dass du selbst in einem X-Wing oder Tie Fighter durch die Weiten des Alls fliegen und deine Gegner in rasante Raumkämpfe verwickeln konntest, ist eine gefühlte Ewigkeit her. Jetzt hat EA, die von Disney momentan die Rechte für Videospiele übernommen haben, endlich wieder eine Flugsimulation entwickelt und am 2. Oktober 2020 für Xbox One, PS 4 und PC in die Läden gestellt. Wie gut ist das neue Spiel der kanadischen Entwickler Motive Studios?

Star Wars Squadrons

Die Story:

Der Prolog des Spiels beginnt mit der Zerstörung von Alderaan durch den Todesstern des Imperiums. Als Teil eines imperialen Tie-Fighter-Geschwaders sollst du einen Flüchtlings-Konvoi der Rebellen finden und vernichten. Doch dabei lässt dich dein Anführer Lindon Cavas mitten im Gefecht im Stich, weil er nicht auf Wehrlose schießen will. Im zweiten Teil des Prologs sollst du als X-Wing-Pilot den Konvoi verteidigen und den Angriff des Imperiums zurückschlagen. Danach macht die Handlung einen Sprung in die Zukunft. Das Imperium ist geschlagen, Palpatine tot und der neue Todesstern gesprengt. Als Mitglied der Vanguard-Squadron fliegst du unter dem Kommando von Cavas Aufträge, die zu einem neuen Geheimprojekt gehören: Starhawk. 

Doch dieses Projekt wollen die Reste des Imperiums, die noch immer gegen die junge neue Republik kämpfen, unbedingt verhindern. Als Teil der Titan-Squadron musst du dich immer wieder mit den X-Wings der Gegner anlegen und versuchst, die Starhawk-Pläne zu vereiteln. Insgesamt fliegst du sieben Missionen als Republik-Pilot und sieben weitere als Tie-Fighter-Ass, allerdings nicht abwechselnd. Oft hängen mehrere Aufträge als Story zusammen, wie zum Beispiel die ersten drei als Republik-Mitglied. 

Der Inhalt:

Star Wars Squadrons bietet insgesamt drei Spielmodi: die Kampagne, den Multiplayer-Modus mit 5 vs 5 und Flottenschlachten. Während die Kampagne durch insgesamt vier verschiedene Schwierigkeitsstufen einen hohen Wiederspielwert aufweist, sind die Mehrspieler-Modi zwar ansprechend, machen aber nicht dein Eindruck von langem Spielspaß. Dazu sind die Möglichkeiten schlicht nicht groß genug, Kampf-Abläufe wiederholen sich schnell. Zwar kann ein Fight mit vier Freunden gegen eine ebenfalls gut zusammen spielende gegnerische Fünfergruppe viel Spaß machen, dass hier ein dauerhafter Multiplayer-Hit entstanden ist, glaubt die spiele.de-Redaktion aber nicht.

Spannender ist da tatsächlich die Kampagne, deren erste beiden Schwierigkeitsgrade Story und Pilot auch Anfängern eine faire Chance geben, die Story bis zum Ende zu erleben. Auf Veteran oder Ass haben hingegen nur erfahrene Piloten eine Chance. Denn nur wer virtuos mit dem Fluggerät umgeht, vor allem was die Energieverteilung angeht, gehört zu den Siegern. Du musst im richtigen Moment deine Energie in die Antriebe, deine Laserkanonen oder die Schilde transferieren, um die Missionen zu schaffen, das gilt in Maßen sogar schon für die Schwierigkeit Pilot. Denn die schnellen und wendigen Kampfschiffe halten nicht sonderlich viel aus.

Star Wars Squadrons

Das musst du wissen:

Die Kampagne bietet auf beiden Seiten mehrere Schiffstypen an, die du zum Teil nicht nehmen musst. Die unterscheiden sich auch fühlbar beim Spielen, so sind die flinken Jäger ganz anders steuerbar als die eher behäbigen Bomberklassen. Um gut durch die Aufträge zu kommen, musst du zudem ständig dein Radar im Auge behalten, um zu wissen, wo sich deine Gegner gerade befinden und wer auf dich feuert. Und du solltest die Flugmanöver trainieren, die dich aus gefährlichen Situationen befreien können. Zum Beispiel mehrere feindliche Jäger hinter dir, eine Rakete im Anflug oder schwerer Beschuss naher Großkampfschiffe. 

Die Steuerung auf dem PC mit Maus und Tastatur geht recht einfach von der Hand, die wichtige Funktionen auf der Tastatur gut erreichbar sind, wie die Energieverteilung auf den Tasten 1-4. Wer lieber mit Controller spielt, hat aber ebenso schnell den Bogen raus und steuert sein Schiff bald sicher durchs All. Dazu ist die Lernkurve des Spiels fair und überlastet dich zum Start nicht. Nach und nach bekommst du neue Ausrüstung, Raketen und andere, neue Möglichkeiten dazu. Wer allerdings noch nie eine Flugsimulation gespielt hat, muss sich auf ein paar Trainingsflüge einstellen, bis die ersten Abschüsse gelingen. 

Auch die Story ist nett, allerdings nicht sonderlich innovativ oder überraschend. Für Fans ist immerhin der Zeitraum nach Star Wars: Die Rückkehr der Jedi-Ritter interessant, da über diese Zeit noch immer nicht viel bekannt ist. Je nach Können fliegst du eine Mission in 20 bis 30 Minuten, kannst dich also auf eine Kampagnen-Spielzeit von etwa sieben bis acht Stunden einstellen. Das ist nicht extrem viel, allerdings füllen die Entwickler die Zeit zumindest mit vielen Ideen innerhalb der Missionen, die zu ein paar wirklich coolen Spielmomenten führen. Dafür bremst dich das Spiel zwischen den Missionen mit Dialogen aus, die gar keine sind, weil du keine Antworten aussuchen kannst, sondern nur zuhörst. Cool: Wer über eine VR-Brille verfügt, kann diese nutzen und eine deutlich intensivere Spiel-Erfahrung machen.

Star Wars Squadrons

Fazit:

Optisch toll, spielerisch auf Wunsch herausfordernd, allerdings mit einer eher durchschnittlichen Story: Star Wars Squadrons bietet dem Fan eine nette Kampagne, allerdings nur wenige Möglichkeiten im Multiplayer-Bereich. Kein ganz großer Wurf also, aber ein solides Star Wars-Spiel, das für alle verkappten X-Wing- und Tie-Fighter-Piloten nach langer Pause endlich wieder gute Action bietet. 

pro-icongute Grafik
pro-iconfaire Schwierigkeitsgrade
pro-iconordentliche Kampagne
PRO
pro-icondurchschnittliche Multiplayer-Modi
pro-iconsehr lineare Story ohne Möglichkeit, Einfluss zu nehmen
pro-iconkeine jewels eigene Story für Allianz und Imperium
CONTRA

Wertung

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