Ekel-Delikatessen - Wo zum Teufel isst man sowas?

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Chinesisch, Italienisch oder Französisch kann ja jeder. Wer sich kulinarisch jedoch gern mal auf ein Experiment einlässt, für den haben wir hier zehn Beispiele für echt ekelige Delikatessen zusammengesucht, an denen ihr euch - im wahrsten Sinne des Wortes - die Zähne ausbeißen dürft. Und ja: All das isst man irgendwo auf der Welt wirklich! 

Ekelessen aus Asien: Tausendjährige und angebrütete Vogeleier

Wir konnten uns nicht entscheiden, was ekeliger klingt: Rohe Enteneiner, die über drei Monate lang in eine Mischung aus Anis, Asche und Teeblättern eingelegt werden, bis sie fermentieren und dadurch so eine richtig schön fies schwarze Farbe annehmen. Oder aber die sogenannten Balut-Eier. Dabei handelt es sich um angebrütete Vogeleier, die - mitsamt halb herangewachsenem Vogelküken - direkt aus der Schale oder angereiht auf einem Spieß zu sich genommen werden. Auch wenn unsereinem das Wort "genießen" hier wohl niemals über die Lippen käme, sind sowohl die "Tausendjährigen Eier" (mitunter auch als "Hundertjährige Eier" oder "Chinesische Eier" bezeichnet) als auch die Balut-Eier echte Delikatessen in einigen asiatischen Ländern. Wer die probieren will, braucht starke Nerven!

Es kreucht und fleucht: Insekten in allen möglichen Ausführungen

Ganz langsam etabliert sich auch in Deutschland ein Markt für Insektensnacks. In gut sortierten Supermärkten findet man mittlerweile unter anderem gegrille Heuschrecken zum Probieren. Doch das ist noch gar nichts im Vergleich zu anderen Ländern wie Kambodscha. Hier kommen nämlich schon mal frittierte Vogelspinnen auf den Tisch. In China servieren einige Sterne-Restaurants sogar gegrillten Skorpion. Und natürlich gibt es rund um den Erdball diverse weitere Variationen aus zubereiteten Käfern, Raupen, Bienen, Wespen, Ameisen, Grillen und Mehlwürmern. Funfact: Wer regelmäßig Sport macht, ist mit den proteinreichen Mehlwürmern sehr gut bedient. Dank des hohen Eiweißgehalts helfen sie beim Muskelaufbau. Außerdem enthalten sie nur wenig Fett.

Haggis

Aus dem Inneren eines Schafes: Schottischer Haggis

In Schottland ist der Haggis so etwas wie ein Nationalheiligtum. Und längst nicht nur Feinschmeckerdelikatesse, sondern ganz gewöhnliche Mahlzeit. Dabei handelt es sich um eine breiähnliche Speise aus Schafsinnereien - Magen, Herz, Leber, Lunge und Niere. Für seine cremige Konsistenz kippt der Koch noch Hafermehl dazu. Abgeschmeckt mit Zwiebeln, Salz und Pfeffer ergibt dies wahlweise eine Delikatesse oder eine Mutprobe.  

Surströmming: Was stinkt denn hier so?

Der "Surströmming" - oder auch Stinkefisch - ist eine schwedische Delikatesse. Dabei handelt es sich um vergorenen Hering (übersetzt bedeutet "Surströmming" gegorener Strömling), der direkt aus der Dose vernascht wird. Wenn man den Gestank nach dem Öffnen erst einmal überwunden hat, schmeckt der sicher gar nicht so schlecht... oder?

Froschschenkel

Die hüpfen garantiert nicht weg: gebratene Froschschenkel 

Wer einige der hier aufgeführten Speisen probieren möchte (im Ernst, habt ihr euch das gut überlegt?), muss dafür in der Regel recht weit reisen. Nicht so im Falle von gebratenen Froschschenkeln, die man in jedem besseren französischen Restaurant bekommt. Aber auch in Südamerika stehen die kleinen Schmankerl schon mal auf der Speisekarte. Woraus sie bestehen? Frosch natürlich. Serviert werden sie in der Regel gebraten oder in einer Suppe.
Immerhin: Weghüpfen können sie ja nicht mehr.  

Ausgenagt: Ratten vom Grill

Hierzulande gilt die Ratte als schmutziger Krankheitsüberträger. Anderswo wird sie auf den Grill gelegt und anschließend weggeschnackt. Richtig gelesen: In Kambodscha werden schon mal gegrillte Ratten gereicht. Dafür bedient man sich hauptsächlich an den sogenannten Sumpfratten, auch Nutria genannt, die anschließend auf einem Stock aufgereiht über der Flamme rösten. Klingt fies? Ist es vermutlich auch. Und das nicht nur für die Ratten... 

Quallen

So viel Glibber: Quallen als Lifestylefood

Könntet ihr euch vorstellen, diese wunderschönen Wesen zu essen? Wir auch nicht! Doch da die durchsichtigen Nesseltiere aufgrund ihres hohen Wassergehalts - ihr gesamter Organismus besteht bis zu 99 Prozent aus Wasser - nahezu fettfrei sind und zudem keinerlei Cholesterin enthalten, werden sie im asiatischen Raum schon mal als Salat gereicht. Man könnte natürlich auch einfach Wasser trinken...

Carsu Mazu: Da lebt noch was!

Bei dem Carsu Mazu handelt es sich um einen sardinischen Käse. Seine Besonderheit ist ein ganz besonderer Inhaltsstoff: Maden. Die bleiben nämlich bis zuletzt in der Milchspeise enthalten und zeigen dem Käser den Reifegrad seines Produkts an. Die Maden der passend dazu Käsefliege benannten Fliege sorgen für eine unbeschreibliche Würze und eine besonders cremige Käsekonsistenz. Das sagen zumindest die, die den Carsu Mazu mal probiert haben... 

Durian

Der Klassiker aus dem Dschungelcamp: die Stinkfrucht

Die Durian, oder auch Stinkfrucht, wurde durch ihre zahlreichen "Auftritte" in der RTL-Realityshow "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" bekannt. Mittlerweile ging das Obst aus der Familien der Malvengewächse schon durch diverse Promimägen. Und die mussten wirklich ihre Zähne, vor allem aber ihre Nasen zusammenbeißen. Denn obwohl das Fruchtfleisch der Durian fruchtig süß nach Walnuss und Vanille schmeckt, muss man sich erst einmal überwinden, dort überhaupt hineinzubeißen. Denn um Fressfeinde abzuhalten, sondert der vor allem in Malaysia und Thailand vorkommende Durianbaum einen an Lauch und Käse erinnernden Gestank ab. 

Keine ganzen Sachen: Schafskopf al dente

Zu guter Letzt werfen wir noch schnell einen Blick zu unseren Nachbarn im Norden. In Norwegen isst man nämlich schon mal einen halben Schafskopf (Smalahove) wenn es so richtig was zum Feiern gibt. Vor allem das Ohr gilt als besonders geschmacksintensiver Körperteil der wolligen Vierbeiner. Genauso wie das Auge, das mitsamt Muskel "genossen" wird. Ürks.

Ihr seht: Rund um den Erdball finden sich diverse krude Genusserlebnisse, die in ihren jeweiligen Ländern genauso normal sind wie etwa hierzulande der Genuss von Milch - den wiederum Chinesen ganz, ganz widerlich finden. Es hilft, auch mal über den buchstäblichen Tellerrand hinauszusehen. Und wer weiß - vielleicht befindet sich unter diesen zehn Speisen ja euer zukünftiges Lieblingsessen?

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