Die Macht der Gewürze

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Unterschied zwischen Kräutern und Gewürzen

Den Unterschied macht nicht die Pflanze selbst, sondern der Teil, der für die Küche infrage kommt. So sind Kräuter ganz klassisch die Blätter, Sprossen oder auch Blüten. Zum Einsatz kommen sie ganz frisch, getrocknet oder auch gefroren. Gewürze haben eine etwas weitreichendere Herkunft. Zu ihnen zählen Wurzeln, Rinden, Samen genauso wie Zwiebeln, Blüten oder Früchte. Selten kommen sie als Einzelgänger zum Einsatz. Viel schmackhafter sind Mischungen, die verschiedene Facetten des Gerichts hervorheben.

Ohne meine Gewürze ess ich gar nichts

Gewürze geben dem Essen den richtigen Kick und sorgen für einen Regenbogen an Geschmacksexplosionen. Für die etwas eiligeren Köche bieten sich komplett fertige Gewürzmischungen oder Kräutersalze an. Bei ihnen gibt der Name schon Aufschluss darüber, für welche Speisen sie gedacht sind. So ist die Sache bei Brathähnchen – oder Pommes-Salz und Tomate-Mozzarella-Salz ganz klar. Kräuter der Provence sollen die perfekte Balance zwischen Kräutern und Gewürzen der französischen Küche bieten. Was genau drin steckt, steht auf der Zutatenliste. Hier sind die beigefügten Kräuter oder Gewürze in mengenmäßig absteigender Reihenfolge aufgeführt. In nahezu jedem Fall teilen sich Kräuter und Gewürze die Rolle der richtigen Würze.

curry

Etwas schwieriger verhält es sich mit Curry. Es ist zwar als Gewürz in aller Munde, stammt allerdings nicht als separates Produkt von einer Pflanze. Curry ist ein Oberbegriff für Gewürzmischungen. Sie gelten als typisch indisch, haben aber längst Einzug in hiesige Sterne- und
Hobbyküchen gehalten. Was in einer Curry-Mischung nicht fehlen darf, ist Kurkuma. Dieses Gewürz sorgt für die gelbe Farbe. Weitere Gewürze sind Bockshornkleesamen, Pfeffer, Koriander, Ingwer, Chili, Kardamom, Nelken, Piment oder Paprika. Auch Salz spielt in manchen Currys eine Rolle. Curry kann von fruchtig-süß bis gewaltig-scharf alles bieten. 

Was passt wozu?

Es gibt Gewürze und Kräuter, die bei bestimmten Speisen den richtigen Kick bringen. Gewisse Gerichte sind ohne das passende Gewürz auch gar nicht vorstellbar. Wir zeigen dir, wie du Fisch, Fleisch und Gemüse auf Wolke sieben der Geschmackserlebnisse befördern kannst.

Mach Fleisch und Geflügel perfekt
Eine anständige Prise Salz und grober Pfeffer aufs Fleisch in der Pfanne, dann wird das schon. Leider falsch gedacht. Zum einen verbrennt der Pfeffer direkt, wenn man ihn mitbrät und anderen kann man Fleisch noch viel variabler aufwerten. Paprika, rosenscharf oder edelsüß können neben buntem und schwarzem Pfeffer genutzt werden. Auch Rosmarin und Kümmel dürfen weg vom Gemüse zum Fleisch. Piment, Lorbeer, Muskat oder Nelken können besonders dem Sud, in dem das Fleisch gar und natürlich dem Fleisch selbst eine besonders aromatische Note verleihen. Zu Geflügel passt sehr oft eine Curry-Mischung. Aber auch die einzelnen Komponenten wie
Koriander, Piment, Kreuzkümmel, Oregano und Ingwer passen hervorragend. Thymian ist ein sehr geschmackvolles und passendes Kraut. Zudem geben auch Wacholderbeeren dem Vogel im Ofen eine samtig-fruchtige Note.

Geflügelpfanne

Gemüse deluxe
Petersilie zu Kartoffeln, das ist klar. Aber schon mal Artischocken mit Lavendel probiert? Klingt verrückt, ist aber unglaublich aromatisch. Auch zum Blumenkohl gibt es mehr als nur Muskat. Rosmarin und Majoran sind delikate Begleiter. Als Gewürze eignen sich bei Gemüse immer schwarzer Pfeffer, Paprika und Chili. Auch Kümmel oder Fenchelsamen machen nicht ausschließlich Gerichte mit Kohl bekömmlicher. Gewürznelken und Anis dürfen bei der Gemüsezubereitung auch abseits der Weihnachtstage zum Einsatz kommen.

Die Hohe Kunst der Fischzubereitung
Fischzubereitung ist mehr als nur Meeresgetier mit Dill zu servieren. Estragon, Thymian, Minze oder Salbei können in richtigem Maße fantastische Geschmackserlebnisse erzeugen. Vor allem die Minze kann mit dem Zitronenaroma ein aromatischer Partner vom Fisch sein. Selbstverständlich bleibt Dill immer eine gute Wahl, aber man darf ruhig mal etwas wagen. Wer nicht auf Kräuter und ganze Gewürze wie Piment o.ö. beissen möchte, kann sie in einen Teebeutel füllen. Zugeknotet einfach im Sud mitgaren und der Geschmack geht auf den Fisch und andere Speisen einfach über. 

Schokokuchen mit chili

Gewagtes Dessert
Bei gesalzenem Karamel scheiden sich die Geister. Die einen sagen, es ist eine Offenbarung, die anderen, dass man den Geschmack damit verfälscht. Wie dem auch sei. Desserts können mit klassischen Gewürzen wie Zimt und Vanille verfeinert werden, aber auch Ingwer und Pfeffer können mit Schärfe in süßen Menüabschluss auftrumpfen. Nicht ohne Grund ist Schokolade mit Chili oder Pfeffer so beliebt.

Quelle:

BZfE 

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