Just One: Das kooperative Partyspiel wird noch größer

 | Spiele.de
Springe zu...
TEILEN

Alle zusammen gegen einen Feind – auf dass ordentlich gerätselt und auch viel gelacht wird: Das Partyspiel „Just One“ ist ein glorreicher Vertreter einer ganzen Welle an Gesellschaftsspielen, bei denen Kooperation und (gedankliche) Kommunikation groß geschrieben werden. Und nicht etwa Konkurrenz und intrigante Strategie. Beim mehrfach preisgekrönten Wörterspiel „Just One“ versucht die gesamte Runde, im Team den möglichen Höchstwert von 13 Punkten zu erreichen.

Als Gruppe nimmt man es quasi gemeinschaftlich mit dem Spiel auf: Die Herausforderung ist es, sich nicht selbst zu betrügen, sondern ganz regelkonform einander Begriffe zu erklären.Das weckt den Ehrgeiz, erfordert es, sich in den Rest der Runde zu versetzen, und regt an, clever zu denken. Dieses simple Konzept machte „Just One“ zu einem der Spiele-Bestseller schlechthin der vergangenen Monate. Und damit der Spielspaß noch länger anhält, gibt es nun sogar eine Erweiterung!

Just One

So geht’s!

Das Spielprinzip ist denkbar einfach: Alle in der Runde haben ein Täfelchen und einen Stift. Eine oder einer zieht eine von anfangs 13 Karten, zeigt sie den Mitspielenden ohne sie sich selbst anzuschauen, und nennt eine Zahl von 1 bis 5. Alle Anderen müssen auf ihr Täfelchen ein Wort schreiben, das sie mit dem hinter der Zahl befindlichen Begriff assoziieren – ohne sich abzusprechen! Wörter die sich doppeln, werden weggewischt. Die, die übrig bleiben, werden der Person in der Rateposition gezeigt.

Errät sie den Begriff, bekommt das Team einen Punkt. Passt sie, geht es mit dem nächsten Begriff weiter. Rät sie falsch, wird ein Punkt abgezogen. Dann ist das nächste Teammitglied mit Raten an der Reihe. Am Ende des Spiels zeigt sich: Hat das Team die Höchstpunktzahl von 13 erreicht? Oder lag es „Just One“ (oder noch mehr Punkte) daneben?

„Just One“ ist in der Ursprungsversion auf drei bis sieben Personen angelegt und ab acht Jahren empfohlen. Eine Spielrunde dauert etwa 10 Minuten.

Just One

Voll in Mode

Gemeinsam gegen das Spiel anzutreten, statt gegeneinander, ist ein seit Jahren anhaltender Trend in der Welt der Gesellschaftsspiele. Das hat so seinen Reiz: Brettspielklassiker wie „Monopoly“, bei denen man sich nacheinander aus dem Spiel wirft, haben selbstredend ihren kompetitiven Reiz. Aber sie sorgen halt für Frust, wenn ein, zwei Mitspieler raus sind, und gegebenenfalls noch Stunden warten müssen, bis das Spiel vorbei ist. Und andauernd Spiele anzufangen, aber nicht im Sinne des Spiels zu beenden, ist auch ziemlich nervig. Da sind diese „Zieht an einem Strang“-Spiele willkommene Abwechslung. 

Ein weiterer Trend sind kommunikative Spiele: Spätestens seit „Codenames“ 2016 zum Spiel des Jahres wurde, kam eine ganze Welle an Gesellschaftsspielen, in denen man das Ziel verfolgt, sich gegenseitig Begriffe zu erklären. Das Spiele-Erfinderduo Ludovic Roudy & Bruno Sautter, das üblicherweise für komplexe Brettspiele steht, hat mit „Just One“ diese beiden Strömungen vereint. Sinn dahinter war, endlich mal ein Spiel zu entwickeln, an dem wirklich alle ihre Freude haben – vom kleinen Geschwisterchen bis zu den Großeltern, vom Ehrgeizling („Nächste Runde sind wir besser!“) bis zum konfliktscheuen Kooperativling.

Just One

Erfolg auf ganzer Linie

Die Franzosen Roudy und Sautter haben ihr Ziel mit Glanz und Gloria erreicht: „Just One“ funktioniert in den unterschiedlichsten Gruppenkonstellationen und ist stets spannend, weil der Ehrgeiz rasch geweckt wird. Und zugleich ist ein „Just One“-Abend, ganz gleich wie gut oder schlecht er verläuft, stets überaus spaßig – man lacht ebenso über smarte Einfälle, wie ein Begriff umschrieben werden sollte, wie über skurrile „Wie zum Henker bist du auf dieselbe Idee gekommen wie ich?“-Augenblicke.

Völlig verdient wurde „Just One“ mit Auszeichnungen überhäuft – darunter mit dem Titel „Spiel des Jahres 2019“. Die Jury der 41. Runde der namhaften Auszeichnung für analoge Gesellschaftsspiele befand, dass „Just One“ „genial durch seine Einfachheit“ sei. Neben der schlichten, glänzenden Grundidee sind aber obendrein die Begriffe einfach genial: Die Spieleentwickler haben ein Sammelsurium an Suchbegriffen erstellt, das genau die richtige Balance findet – zwischen knifflig und lösbar, herausfordernd und Grundlage für komische Momente.

Logo

Nun gibt’s noch mehr

Das „Just One“-Grundspiel ermöglicht zwar schier unendlichen Spielspaß … Immerhin dauert es sehr lange, bis man die 550 Begriffe aus dem Originalspiel durch hat. Und selbst dann kommen noch mehrere Faktoren der Unberechenbarkeit hinzu, so dass keine Spielrunde der anderen gleicht. Wer spielt mit? Wie ist die Rate-Tagesform der Runde? Wie gut kann man sich heute in die Anderen versetzen? Und wie oft kegelt man sich beim Aufschreiben raus, weil man „dieses Mal anders denkt“, um eine Dopplung zu vermeiden, die man sich vielleicht früher eingebrockt hat?

Trotzdem: Wenn man „Just One“ sehr oft und gerne spielt, kann es ja nicht schaden, noch mehr „Just One“-Spielstunden in der Hinterhand zu haben. Glücklicherweise ist da für Abhilfe gesorgt: Mittlerweile ist „Just One – Neue Begriffe“ erschienen, eine Erweiterung mit 550 neuen Wörtern, die erklärt und erraten werden wollen. Damit dauert es in der Theorie also nunmehr doppelt so lang, bis einem alle „Just One“-Begriffe zu den Ohren rauskommen!

Darüber hinaus gibt es zwei zusätzliche Wischtafeln und zwei Stifte. Wer also so oft „Just One“ gespielt hat, dass die Stifte aus dem Originalset den Geist aufgegeben hat, bekommt hier Nachschub. Alternativ wird es dank der Erweiterung einfacher denn je, „Just One“ nun sogar in einer neunköpfigen Runde zu spielen.

Fazit

„Just One“ hat das beste Zeug dazu, ein moderner Gesellschaftsspielklassiker zu werden: Wie „Tabu“, „Activity“ und ähnliche Partyspiele sorgt „Just One“ für großen Spielspaß – sei es zwischendurch oder für einen ganzen Abend. Und durch den kooperativen Charakter lässt sich dieses Spiel auch mit chronisch schlechten Verlierern spielen. Dank Erweiterung nun sogar noch öfter als bisher.

Weiterlesen