Die besten Smartwatches für Sport

 | Spiele.de
Springe zu...
TEILEN

Das Coronavirus ist am Smartwatch-Boom sicher nicht unschuldig, Gesundheit liegt im Trend. Und schließlich sind ein hoher Puls oder niedrige Sauerstoffsättigung, die viele neue Modelle ermitteln, Indikatoren für eine Corona-Infektion. Darüber hinaus gehen nur die Mutigen weiter ins Fitnessstudio, viele zieht es stattdessen in die Natur zum Laufen oder Fahrradfahren. Auch dabei bieten die Fitnessfunktion der Smartwatches Vorteile. Welche aber um Handgelenk schnallen? Vier aktuelle Modelle im Check. 

Der Sport-King: Fenix 6

fenix

Die Fenix-Reihe genießt unter Sport- und Outdoor-Enthusiasten einen hervorragenden Ruf. Vollkommen zurecht, schließlich handelt es sich um eine großartige Smartwatch, die unzählige Funktionen fürs Radfahren, Laufen, Fitness und viele Sportarten mehr bietet. Die aktuelle 6er Serie hat als Neuigkeiten etwa eine Body-Batterieanzeige an Bord, die abhängig von Faktoren wie Schlaf, Bewegung und Erholung die aktuelle Leistungsfähigkeit misst. Ein Pulsoximeter liefert Informationen über die Sauerstoffsättigung im Blut, nützlich etwa im Gebirge. Die Herzfrequenzmessung funktioniert jetzt auch beim Schwimmen und akkurater als beim Vor-gänger Fenix 5, an die Genauigkeit eines Brustgurts kommt sie aber immer noch nicht heran. Und die Unfall-Benachrichtigung sendet im Falle eines heftigen Sturzes automatisch eine SMS samt aktueller Position an hinterlegte Kontakte. Das funktioniert allerdings nur, wenn das gekoppelte Smartphone ebenfalls dabei ist. Klasse: Ganz ohne Telefon funktioniert dagegen die Navigation anhand von übersichtlichen Karten. Und auch die weiteren smarten Funktionen können sich sehen lassen: Sowohl Musikspeicher (nur Pro) und ein Bezahldienst (funktioniert nur mit wenigen Banken) stehen bereit, so dass das Telefon auch einmal zu Hause bleiben kann. Telefongespräche sind aber nicht möglich. 

Beim Test der Fenix 6x Pro) erwies sich die Akkulaufzeit als erstklassig. Sogar bei intensiver Nutzung musste die Uhr frühestens einmal pro Woche ans Netzteil, bei normaler Nutzung hielt sie sogar rund zwei Wochen. Die lange Akkulaufzeit ist aber nur möglich, weil der Bildschirm im Vergleich zur Apple Watch dunkler und nicht so brillant ausfällt. 

Alle Funktionen der Uhr genau kennenzulernen, dauert Tage, wenn nicht Wochen. Allein das Hand-buch umfasst mehr als fünfzig eng geschriebene Seiten. Nicht zuletzt führen die vielen Funktionen und komplexen Einstellmöglichkeiten mitunter zu einer komplizierten Bedienung. Fast genauso kompliziert macht es Garmin bei der Auswahl des passenden Modells: Die Fenix 6 gibt es in drei verschieden Größen (S, M, X), ohne und mit Speicher (Pro), ohne und mit Sapphire Glas für bessere Kratzfestigkeit sowie wahlweise mit Solarunterstützung für noch längere Akkulaufzeiten. Unsere Kaufempfehlung: Fenix 6 Pro. 

  • Infos: Garmin
  • Preis: ab 530 Euro 

Schwächelt bei Fitness: Apple Watch 6 

applew

Optisch hat sich bei der Watch 6 im Vergleich zum Vorgänger nicht geändert. Dafür hat Apple das Innere aufgemotzt. Konkret: Schnellere Chips und neue Sensoren. Vor allem die Möglichkeit, den Blutsauerstoffgehalt messen zu können, preist das Unternehmen als große Innovation an. Die weiteren Neuerungen fallen übersichtlich aus. Der schnellere Prozessor und der laut eigenen Angaben bis zu zweieinhalbmal hellere Bildschirm bei Sonnenlicht fallen im Vergleich zur Apple Watch 5 kaum auf. Bedienung und Ablesbarkeit waren schon vorher erstklassig. Neu sind zudem ein Höhenmesser sowie mehr Auswahl bei den Gehäusefarben. Geblieben ist die schwache Akkulaufzeit von maximal 18 Stunden. Bedeutet: Die Uhr muss im Prinzip jeden Tag an die Steckdose. Besonders ausgezeichnete Sportuhren sind aber weder die Apple Watch 6 noch die SE. Zwar sind alle wichtigen Sensoren für Ortung (GPS), Herzsensor, Beschleunigungssensor, Höhenmesser und Kompass an Bord, nur macht Apple zu wenig daraus. Daran ändert auch die neue Softwareversion WatchOS 7 nichts. So informiert die dazugehörigen Apps zwar über verbrannte Kalorien, Herzfrequenzverlauf und Streckenverlauf, weitergehende Informationen zur Trainingsgestaltung, -Belastung und Regeneration fehlen aber komplett. Eine „Auto-Stopp“-Funktion (siehe „Huawei GT2e“) ist zudem zwar eingebaut, funktioniert aber nur bei Laufeinheiten. Für Durchschnittssportler, die in Form kommen und fit werden wollen, ist das Gebotene freilich ausreichend. Wer aber Fokus auf ernsthaftes Training legt, ist bei Spezialisten wie Garmin besser aufgehoben.

Android-Champion: Galaxy Watch 3

gw3

Was für iPhone-Besitzer die Apple Watch, ist für Android-Nutzer die Galaxy Watch 3. Zwar lässt sich die Samsung Uhr auch mit iPhones nutzen, aber nur eingeschränkt. So lassen sich etwa keine Nachrichten über die Watch beantworten. So stehen ebenfalls Tausende Apps und Ziffernblätter zum Download bereit, zudem lässt sich Musik nicht mit Apple Music, sondern auch von Spotify premium abgleichen und ohne Smartphone unterwegs genießen. In Bezug auf die smarten Funktionen kann die Galaxy Watch 3 fast mit der Apple Watch mithalten. So stehen etwa unzählige Apps und Ziffernblätter zum Download bereit, zudem lässt sich Musik etwa auch per Spotify premium abspielen (ohne Smartphone). Darüber hinaus hat Samsung die Watch3 mit vielen Funktionen wie Messung der Sauerstoffsättigung, VO2max, Sturzerkennung samt automatischer Notruffunktion, Blutdruckmessung und EKG ausgestattet (Stand November 2020 noch nicht freigeschaltet). Darüber hinaus bietet die Uhr insbesondere für Läufer einige Extra. Etwa den schon in anderen Samsung-Modellen enthaltenen Laufcoach, der per Sprachansagen beim Training unterstützt. Ebenso an Bord sind die „Erweiterten Laufmetriken“, die eine detaillierte Laufstilanalyse ermöglichen. Die Pulsmessung erwies sich im Test allerdings als nicht sehr akkurat. Als echter Schwachpunkt entpuppte sich zudem die Akkulaufzeit, mehr als zwei Tage ohne Aufladen sind selbst bei abgeschaltetem Bildschirm nicht drin.

Infos: Samsung  

Preis: ab 290 Euro  

Schnäppchen-Tipp: Huawei GT2e

GT2e

Wer nicht mehrere Hundert Euro für eine Sportwatch ausgeben will, ist bei der Huawei GT2e an der richtigen Adresse. Für kaum mehr als 100 Euro hat die Uhr jede Menge zu bieten. Etwa GPS, was zum Tracken von Outdoorsportarten essenziell ist, in dieser Preisklasse aber nicht zum Standard gehört. Ob-wohl die Uhr mehr als 100 Sportarten unterstützt, werden vor allem Läufer begeistert sein. Neben der Erfassung von typischen Werten wie Tempo, Puls und Kalorienverbrauch sind auch Laufprogramme enthalten, mit denen Du zum Beispiel gezielt Fett verbrennen oder Deine Ausdauer steigern kannst. Darüber hinaus gibt es erweiterte Auswertungen und Statistiken (etwa Vo2-Max, Trainingseffekt, Erholungsdauer), die sonst nur teurere Sportuhren bieten. Vollkommen ohne Fehl und Tadel ist die GT2e allerdings nicht. So gibt es etwa keine „Auto Stopp“-Funktion. Dadurch erkennt die Uhr nicht, wenn Du während einer Aktivität eine Pause einlegst, etwa weil Du Dir die Schuhe zubinden, an der Ampel stehst oder einen Snack nehmen willst. Das verfälscht Werte wie die Durchschnittsgeschwindigkeit erheblich, wenn Du nicht immer manuell die Messung unterbrichst. Huawei verspricht zudem eine Akkulaufzeit von bis zu zwei Wochen. Tatsächlich machte die GT2e bei gemäßigten Sportprogramm schon nach rund einer Woche schlapp, bei permanent eingeschaltetem Bildschirm sogar bereits nach rund fünf Tagen. Nicht zuletzt ist die GT2e für iPhone-Nutzer nur eingeschränkt empfehlenswert, die App lässt viele Funktionen (etwa das Nachladen von Uhrenoberflächen) im Gegensatz zur Android-Variante vermissen.

Infos: Huawei  

Preis: ab 103 Euro  

Weiterlesen