10 Renovierungstipps, die bares Geld sparen

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Renovieren kostet Zeit, ist teuer und nichts für Anfänger? Hier kommen 10 Renovierungstipps, die das Gegenteil beweisen. Ausprobieren lohnt sich!

1) Bodendellen ausbügeln 

Was Pfennigabsätze und Stuhlbeine gemeinsam haben? Beide können Druckstellen auf Parkett hinterlassen. Ist das passiert, hilft nur noch das Bügeleisen. Denn das bügelt nicht nur Hemden glatt, sondern eignet sich prima als Werkzeug für leichte Dellen und Druckstellen im Boden.   

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Um Letztere zu beseitigen, etwas Wasser auf die Delle träufeln, ein Tuch über die Schadstelle legen und mit dem warmen Bügeleisen darüber gleiten. Während die Feuchtigkeit die Holzfasern leicht aufquellen lässt, entzieht das Bügeleisen dem Holz die Feuchtigkeit wieder
und gleicht die unebene Oberfläche wieder aus. Den Schritt solange wiederholen, bis die Delle kaum noch zu sehen ist.   

2) Kratzer mit Zahnpasta, Walnüssen und Nagellack beseitigen 

Um einen feinen Kratzer im Parkett zu entfernen, diesen mit einem Mikrofasertuch aufpolieren. Ist er im Anschluss noch immer zu sehen, helfen Zahnpasta und Nagellack. Dafür etwas Zahnpasta über die Stelle reiben. Wichtig: Die Zahnpasta unverdünnt auftragen und nicht eintrocknen lassen. Auch Walnüsse sollen gegen lästige Kratzer helfen. Dazu mit einem Walnusskern über den Kratzer reiben und die Brösel entfernen.   

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Hilft das alles nicht, mit einem Stück 1000er Schleifpapier die Stelle ausbessern. Tipp: Das Schleifpapier unter einen Putzschwamm legen. Er verhindert, dass du das Papier zu fest auf den Boden drückst und sorgt für ein gleichmäßiges Schleifergebnis. Den Kratzer im letzten Schritt mit einer dünnen Schicht klarem Nagellack versiegeln.  

3) Löcher im Laminat beseitigen 

Die beschichtete Oberfläche von Laminat ist pflegeleicht und wenig anfällig für Druckstellen und Kratzer. Geht der Boden doch einmal kaputt, etwa, weil ein schwerer Gegenstand herunterfällt, helfen gebrauchsfertige Reparatursets aus dem Baumarkt. Alternativ lassen sich
spezielle Farbtöne individuell im Fachhandel anmischen. Holzmaserungen ahmen Reparaturstifte im passenden Ton täuschend echt nach. Neben der Reparaturpaste braucht es ein Brett oder einen Pappteller um die Farbe anzumischen, etwas Malerkrepp und ein Stück Schleifpapier mit 1000er Körnung.   

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Zur Vorbereitung, scharfe Kanten an der abgeplatzten Stelle vorsichtig mit einem Spachtel entfernen und mit feinem Schleifpapier (1000er Körnung) anrauen. 

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In der Regel enthalten Reparatursets mehrere Grundtöne, die sich nach belieben anmischen lassen. Dazu auf einem Teller oder einem Brett, Pigmentfarbe auf die Reparaturpaste tröpfeln und durchmischen. Diesen Vorgang wiederholen, bis der gewünschte Farbton erreicht ist. Enthält das Reparaturset Wachs, dieses zuerst schmelzen und dann mischen.   

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Die schadhafte Stelle rundherum gründlich mit Malerkrepp abkleben, damit nichts daneben geht. Im Anschluss die eingefärbte Reparaturpaste mit einem Spachtel in das Loch drücken, bis es ebenmäßig mit dem Boden abschließt. Dann die Paste nach Anweisung des Herstellers vollständig trocknen lassen.  

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Zum Schluss letzte Unebenheiten beseitigen. Dafür mit feinem Schleifpapier vorsichtig über die getrocknete Reparaturpaste schleifen. Zuletzt mit einem weichen und sauberen Mikrofasertuch aufpolieren.   

4) Fliesen überstreichen 

Low-Budget-Renovierung für Bad und Küche? Fliesenfarbe verpasst beiden Räumen einen neuen Look und spart eine Menge Geld. Fliesenfarbe, Pinsel und eine Malerrolle – mehr braucht es für das Makeover nicht, dass an einem Wochenende spielend gelingt.  

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Wichtig: Bevor er los geht alle Flächen, die nicht mit dem Lack in Berührung kommen dürfen, mit Folie und Malerkrepp abdecken. Handtuchhalter und Steckdosenabdeckungen vorher entfernen. Im Anschluss alle zu lackierenden Flächen gründlich mit Schwamm, Bürste und Spülmittel bearbeiten. Für den Anstrich müssen die Fliesen staub-, kalk- und fettfrei sein. Im Anschluss Unebenheiten sowie glasierte Flächen mit Schleifpapier anrauen. Schleifstaub entfernen! Damit der Lack später besser hält, braucht es unbedingt eine Grundierung. Vollflächig auftragen und nach Anweisung des Herstellers gut durchtrocknen lassen.   

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Die erste Schicht Lack mit einer Schaumstoffrolle auftragen und trocknen lassen. Damit der Lack gut deckt, diesen Arbeitsschritt ein bis zweimal wiederholen.   

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Beim Lackieren werden alle Fugen übermalt. Wer möchte, dass die Fugen sich auch weiterhin farblich von den Fliesen abheben, greift zu selbstklebenden Fugenstreifen. Zuletzt Fliesen samt Fugen versiegeln. Hier kommt Versiegelungslack zum Einsatz. Er sorgt für eine harte und widerstandsfähige Oberfläche, der auch Schrubben nichts anhaben kann.  

5) Fliesen kleben 

Voll im Trend, vor allem, wenn es um den Fliesenspiegel in der Küche oder um Zierborten im Badezimmer geht: Klebefliesen, die in wenigen Minuten eine schnöde Kochzeile zum Hingucker machen. Wer jetzt an billige Plastikaufkleber aus dem Discounter denkt, hat weit gefehlt. Die Rede ist von Klebefliesen, die sich optisch kaum von Stein- und Keramik unterscheiden. Auch in Sachen Haptik punkten einige Modelle mit täuschend echter Oberfläche.   

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Unser Tipp: Mit 3D-Fliesen, hier von Foliesen, lassen sich Bohrlöcher und Fugen vollständig überkleben, ohne dass Unebenheiten entstehen. So kannst du beispielsweise quadratische Fliesen einfach mit Metro-Fliesen überkleben. 24,5 x 21,2 cm nutzbare Fläche ab 3,99 Euro.

6) Neu verfugen 

Minimaler Aufwand, große Wirkung: Wie frisch renoviert wirken Wanne und Waschbecken mit einer neuen Silikonfuge. Und mit diesen Profitipps, gelingt sie auch Anfängern auf Anhieb.  

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Um das alte Silikon zu beseitigen, einen Fugenhai mit feststehender Edelstahlklinge aus der Fuge entfernen. Anfangs mit der Spitze in das Silikon stechen und dann der Länge nach an der Fuge entlangziehen. Silikonreste, die hartnäckig an Fliesen, Waschbecken und Wanne kleben, mit Silikonentferner bearbeiten. Dazu den Entferner etwa 5 mm in die Fuge spritzen. Ist das Silikon aufgeweicht, lässt es sich leicht abkratzen.

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Die Fuge großzügig und gründlich mit einem Schwamm und einem Badreiniger putzen, um Silikonentferner und letzte Dichtstoffreste vollständig zu beseitigen. Im Anschluss mit Wasser nachwischen und mit einem staubfreien Tuch abtrocknen.

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Mit einer Kartuschenpistole das neue Silikon gleichmäßig in die Fuge spritzen. Wichtig: Zwischendurch nicht absetzen!

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Überschüssige Dichtmasse langsam mit dem Fugenglätter abziehen und die Fuge gut trocknen lassen. Dafür braucht Sanitärsilikon bis zu 24 Stunden. Erst dann darf es mit Wasser in Berührung kommen. Bis die Fuge vollständig ausgehärtet und belastbar ist, können bis zu 48 Stunden vergehen. Wer nicht solange warten will, verfugt Waschbecken und Duschwanne mit Express-Silikon. Nach rund 2 Stunden ist Duschen, Baden und Händewaschen wieder erlaubt.

7) Wanne lackieren statt tauschen 

Nach mehreren Jahren in ständiger Benutzung löst sich die Beschichtung von Dusch- und Badewanne. Ist der Rest noch in Takt ist das aber noch lange kein Grund einen Wannentausch. Dagegen bieten Hersteller mit Produkten wie dem EKOPEL® 2K-SET für Heimwerker , widerstandsfähige Badewannen-Beschichtungen zum Selbermachen an.

8) Risse in der Wand füllen 

Risse und Bohrlöcher in der Wand lassen sich mit etwas Fertigspachtel oder Maleracryl leicht verschließen. Während Maleracryl beim Trocknen zusammen schrumpft und deshalb gegebenenfalls ein weiterer Arbeitsschritt nötig ist, enthalten Reparaturspachtel wie der SOS
Loch- und Rissfüller von Alpina weitere Füllstoffe, die das verhindern. Dazu die Masse großzügig in das Loch drücken, die überschüssige Masse mit einem leicht angefeuchteten Spachtel abziehen und den Spachtel vollständig trocknen lassen. Geht es um größere Wandflächen schaffen Anfänger wie fortgeschrittene Heimwerker mit Rollputz schnell eine ebenmäßige Oberfläche.  

[NG1]Hier bitte zum bestehenden Wand-Artikel verlinken   

 

9) Teppich mit Locheisen ausbessern 

Um Teppichfliesen von Brandlöchern und hartnäckigen Flecken zu befreien, bei denen kein Fleckenentferner mehr hilft, kommt das Locheisen zum Einsatz. Flecken und andere schadhafte Stellen lassen sich damit kreisrund ausstanzen. Um das Loch zu füllen, den Vorgang an einem Teppichrest wiederholen und das ausgestanzte Stück in das Loch kleben. Keine Ersatzfliese im Haus? Dann über den Fachhandel
nach passenden Teppichproben suchen.   

10) Möbel restaurieren 

Die Wand kann noch so ungleichmäßig gestrichen und voller Bohrlöcher sein: Ist die Wohnung gemütlich eingerichtet, sind diese Macken kaum der Rede wert. Ärgerlicher ist es, wenn die Lieblingskommode verkratzt, der Stuhl wackelt und der Lack vom Couchtisch abplatzt. Anstatt das nächste Möbelhaus aufzusuchen, kannst du deine Möbel in wenigen Schritten selbst restaurieren.[NG1] 

[NG1]Hier bitte zu bestehendem Artikel zum Thema Möbel restaurieren verlinken.     

Robert Kneschke | Adobe Stock

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