7 Tipps für eine warme Wohnung

 | Spiele.de
Springe zu...
TEILEN

Hohe Heizkosten und kalte Füße? Fünf Tipps, die beides aus dem Haus verbannen. Alleswas es dafür braucht: Gibts im Baumarkt und der Küchenschublade. Lesen zahlt sich aus. Versprochen!

1. Fenster richtig abdichten 

Zugluft ist unangenehm und kostet Geld. Denn die Heizung erwärmt kalte Luft, die von außen in die Räume dringt. In der Nähe schlecht abgedichteter Fenster und Türen sorgt Zugluft besonders im Herbst und Winter für unangenehmes Frösteln. „Viel Wärmeenergie entweicht durch schlecht isolierte Fenster, was in erster Linie an der Verglasung liegt“, erklärt Frank Boddenberg, Trainer der DIY Academy. Allerdings gehören auch Fensterrahmen zu den sogenannten Wärmebrücken. Das sind Stellen im Haus, über die die Wärme schneller entweicht und Kälte von außen eindringt. In älteren Mietwohnungen kommt ein Fenstertausch selten infrage. Was dann hilft: Selbst Hand anlegen und poröse Fensterdichtprofile erneuern. Dichtungsbänder aus Gummi- oder Schaumstoff dichten Ritzen zwischen 1 und 5 Millimetern ab – für weniger Zugluft an Fenstern, Zimmer- und Eingangstüren. Um kaputte Profile zu erkennen, einfach ein Blatt Papier zwischen Tür und Rahmen klemmen. Lässt es sich leicht herausziehen, braucht es eine neue Dichtung.   

tesa_tesamoll_CLASSIC_P-Profil_Gummidichtung_01

 Fensterrahmen mit Lappen und etwas Spülmittel gründlich reinigen. Vollständig trocknen lassen.  

tesa_tesamoll_CLASSIC_P-Profil_Gummidichtung_02

Alle Seiten des Fensterrahmens ausmessen, das selbstklebende Isolierband auseinanderziehen und mit einer Schere kürzen.  

tesa_tesamoll_CLASSIC_P-Profil_Gummidichtung_04

Dann die Dichtungen mit der P-Wölbung Richtung Scheibe an den Fensterrahmen kleben. Dabei mit einer Hand das Deckpapier abziehen, mit der anderen Hand das Profil fest in den Rahmen drücken.  

tesa_tesamoll_CLASSIC_P-Profil_Gummidichtung_05

In den Ecken die Dichtungen auf Stoß aneinanderkleben. Isolierband ablängen.   

2. Reflektorfolien hinter den Heizkörper klemmen 

Die Heizung glüht, aber der Raum bleibt kalt? Vor allem in älteren Gebäuden geben schlecht isolierte Heizkörpernischen einen Großteil der Wärme über die Außenwand ab. Die Folge: Eine kalte Wohnung und hohe Kosten. Ein weiteres Übel: Durch die Nische entstehen kühle Stellen an der Wand – ein Paradies für Schimmelpilze. In Neubauten sind solche Nischen längst verboten. Auch wer eine energetische Sanierung vornimmt, muss laut Energiesparverordnung (EnEV) Heizkörpernischen ausreichend dämmen. Doch keine Sorge – wer in einer
älteren Mietwohnung lebt, beugt kalten Wänden einfach vor. So sorgen Reflektorfolien schon nach wenigen Minuten für angenehmes Raumklima. Denn die Folie aus Schaumstoff und einer Aluminiumschicht strahlt Heizungswärme direkt in den Raum zurück. Die Montage ist leicht: Einfach auf die gewünschte Größe zuschneiden und hinter den Heizkörper klemmen. Wichtig: Nicht mit der Wand verkleben. Ansonsten besteht Schimmelgefahr!   

tesa_tesamoll_HEAT_REFLECTOR_Heizkoerper_03

Heizung ausmessen, Reflektorfolie zuschneiden und hinter die Heizung klemmen.  

tesa_tesamoll_HEAT_REFLECTOR_Heizkoerper_04

Die Reflektorfolie hinter der Heizung wirft die Wärme in den Raum zurück.  

 3. Luftfeuchtigkeit erhöhen 

Wer schon einmal bei einem Aufguss in der Sauna war, weiß: Je höher die Luftfeuchtigkeit, umso wärmer die Umgebung. Im Winter dagegen sorgen Heizung und niedrige Außentemperaturen für trockene Luft und eine kalte Wohnung. Als ideal gilt eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 50 Prozent. Liegt sie weit darunter, lohnt es sich nachzuhelfen: Dafür reicht es schon, eine Schüssel mit etwas Wasser auf den Heizkörper zu stellen. Alternativ dazu gibt es spezielle Luftbefeuchter, die für eine konstante Luftfeuchtigkeit sorgen. Raumluftsensoren, zum Beispiel von Netatmo, messen neben der Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit auch CO2-Gehalt und Lärmbelastung.   

4. Richtig möblieren 

Wer richtig möbliert, spart Heizkosten und kann sich auch im Winter über eine warme Wohnung freuen. Teppiche beispielsweise geben Wärme langsamer an den Boden ab. Die Konsequenz: Auf dem Teppichboden ist es automatisch wärmer. Läufer und Teppiche deshalb überall dort auslegen, wo du dich oft und gerne aufhältst – unter dem Sofa, dem Ess- und dem Schreibtisch. Wenn möglich auf Teppiche aus Wolle setzen. Doch nicht nur Teppiche spielen eine Rolle, wenn es um ein gesundes Raumklima geht. Vor allem falsch platzierte Möbel sorgen für kalte Räume und einen hohen Energieverbrauch. Egal ob Tisch, Bank, Regal oder Schrank: Möbel immer 10-15 cm vom Heizkörper wegrücken. So verteilt sich die Wärme gleichmäßig im Raum. 

5. Heizung entlüften 

Die Heizung ist voll aufgedreht, der Heizkörper nur lauwarm? Zeit, die Heizung zu entlüften. Vor allem während längerer Betriebspausen sammelt sich Luft im Inneren des Heizkörpers. Sie verhindert, dass sich die Wärme gleichmäßig verteilt. Zum Entlüften das seitliche Ventil an der Heizung mit einem Vierkant-Entlüftungsschlüssel öffnen. Dabei entweicht zuerst die Luft, dann tropft Heizwasser aus der Öffnung. Letzteres einfach in einem Becher oder einer Schale auffangen. Wichtig: Das Entlüftungsventil schnell wieder zudrehen. Tritt zu viel Wasser aus, beeinträchtigt das ebenfalls die Heizleistung. Tritt dagegen direkt nach dem Öffnen Wasser aus, ist die Heizung wahrscheinlich defekt. Ein Heizungsinstallateur kann dann am besten weiterhelfen.   

Draksal_Verlag_Heizkoerper_01

Den Vierkant-Entlüftungsschlüssel auf das Entlüftungsventil stecken und aufdrehen.   

Draksal_Verlag_Heizkoerper_02

Luft entweichen lassen und einen Behälter unter das Ventil halten. Sobald Wasser aus der Öffnung tropft das Ventil mit dem Vierkant-Schlüssel verschließen.   

6. Durchgängig heizen 

Sind die Wände einmal ausgekühlt, braucht es viel Energie, um Räume wieder neu aufzuheizen. Deshalb: Auch heizen, wenn Niemand im Haus ist. Selbst für das Schlafzimmer gilt: Mit niedriger Stufe durchgängig heizen. Auf Sparflamme braucht die Heizung kaum Energie, sorgt aber dafür, dass die Wände warm bleiben. Auch heruntergelassene Rollläden beugen dem Verlust von Wärme vor. 

7. Mit (smarten) Thermostaten sparen 

Smarte Thermostate sind die kleinen Helfer, wenn es ums Energiesparen geht. Anstatt das Heizungsventil auf- und abzudrehen, sorgt ein Thermostat dauerhaft für Wohlfühltemperaturen. Dabei steuert es die Heizung so, dass diese möglichst wenig Energie verbraucht und die gewünschte Maximaltemperatur nicht überschreitet. Smarte Thermostate lassen sich per App mit dem Handy koppeln und auch von unterwegs aus steuern.   

Weiterlesen