Garten im März: 7 wichtige To-Dos

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Egal ob aufräumen, schneiden oder pflanzen: Im März starten Gartenbesitzer in die neue Saison. Was jetzt wichtig ist, damit später alles blüht: Ein Überblick für Nutz- und Ziergärten.

1. Boden prüfen und vorbereiten

Ein nährstoffreicher Boden ist die Grundlage dafür, dass Pflanzen vernünftig wachsen. Um die Bodenqualität zu prüfen, etwa alle drei Jahre Bodenproben nehmen. Sie zeigen, welche Nährstoffe im Erdboden vorhanden sind. 

Fehlt es dem Boden an Stickstoff, etwa 10 Liter reifen Kompost pro Quadratmeter ausbringen. Einen hohen Gehalt an Stickstoff hat der Kompost immer dann, wenn er Rasenschnitt und Gemüseabfälle enthält. Als reif gilt der Kompost, wenn alle Pflanzen- und Gemüseabfälle vollständig verrottet sind. Wichtig: Den Kompost zuerst durchsieben und dann ausbringen. 

Außerdem gilt: Den pH-Wert der Nutzungsflächen testen. Er gibt Aufschluss darüber, ob der Boden sauer, alkalisch oder neutral ist. Ein Großteil der Pflanzen bevorzugt einen leicht sauren pH-Wert, der etwas unter 6,5 liegt oder einen leicht alkalischen Wert. Als alkalisch gilt der Boden ab einem Wert von 7,5. Liegt der Wert zwischen 6,5 und 7,5 gilt der Boden als neutral. Um den pH-Wert im Boden zu messen, Erdproben entnehmen und an einem Indikatorpapier prüfen. Ist der Boden zu sauer, lässt er sich mit etwas kohlensaurem Kalk neutralisieren. Egal ob du bestehende Beete neu bepflanzen oder neue Beete anlegen möchtest: Ist der Boden trocken und frostfrei, ist im März die richtige Zeit dafür. Um die Beete aufs Pflanzen vorzubereiten, Unkraut jäten und den Boden lockern. Im Anschluss einige Tage setzen lassen, bevor es ans Pflanzen geht.

Boden_prüfen_und_vorbereiten

2. Stauden und Zwiebelblumen düngen

Damit Zwiebelblumen kräftig blühen, hilft eine extra Portion Dünger. Vor allem Tulpen, Bergonien und Narzissen benötigen nährstoffreichen Boden. Für Zwiebelblumen gilt: Im Herbst mit Hornspänen und im Februar mit Hornmehl düngen. Neben Zwiebelblumen, üppig blühende Stauden nicht vergessen: Vor allem Starkzehrern wie beispielsweise Phlox und Fingerhut tust du damit einen Gefallen. Dazu im Frühjahr je Quadratmeter etwa 2 bis 3 Liter reifen Kompost mit einer Hand voll Hornspäne mischen und auf den Boden streuen. Kurzfristig helfen Mineraldünger wie beispielsweise Blaukorn, um den Boden mit Mineralstoffen zu versorgen. Sparsam verwenden! 1 gehäufter Teelöffel pro Staude reicht aus. 

3. Ziergräser und Sträucher schneiden

Damit Ziergräser im Frühjahr und Sommer dicht austreiben, im März getrocknete Halme und Blütenstände bis etwa eine Hand breit über dem Boden zurückschneiden. Alle drei Jahre geht es sommerblühenden Sträuchern an den Kragen: Schneide dafür die ältesten Triebe bis zur Basis zurück. Darauf achten, dass etwa zwei Drittel der Triebe stehen bleiben. Damit der Strauch seine Form behält, Triebe, die zur Seite wachsen vollständig zurückschneiden. Auch immergrüne Sträucher wie den Buchsbaum unter die Lupe nehmen und zwischen März und April einen Grobschnitt vornehmen. Dabei schneidest du Buchsbäume in Form. Im Fachmarkt gibt es dafür spezielle Gitterformen, die beim Formschnitt immergrüner Sträucher helfen. Grundsätzlich gilt: Ziergräser, Sträucher und Bäume immer mit scharfem und sauberem Werkzeug schneiden. Auch regnen sollte es nicht. Anderenfalls haben Pilze leichtes Spiel. Am besten dann schneiden, wenn es trocken und leicht bewölkt ist. 

strauch_schneiden

4. Bäume und Sträucher umpflanzen, Buchsbäume tiefer setzen

Sommergrüne Bäume und Sträucher solltest du spätestens im März umpflanzen. Anderenfalls wachsen diese am neuen Standort nicht mehr richtig an. Hier gilt: Den Baum oder den Strauch mit einem möglichst großen Wurzelballen ausgraben. Denn neben dickeren Wurzelsträngen versorgen vor allem die stark verzweigten Feinwurzeln, Bäume und Sträucher mit Nährstoffen und Wasser. Je mehr dieser feinen Wurzeln beim Umpflanzen verloren gehen, umso weniger lebenswichtiger Nährstoffe kann die Pflanze über den Boden aufnehmen. Stehen Buchsbäume an einer schattigen Stelle kann es passieren, dass unten keine Blätter mehr wachsen. Der Strauch wirkt dann kahl und ungleichmäßig. In diesem Fall hilft es, die Pflanze aus- und etwa eine Handbreit tiefer wieder einzugraben. Der Strauch bildet schnell neue Wurzeln und treibt im Frühjahr gleichmäßig aus. 

5. Rasen aufräumen, vertikutieren und säen

Auch die Rasenpflege beginnt im März. Dafür zuerst feuchtes Laub, Äste und Fallobst vollständig entfernen. Moos und Rasenfilz beseitigt der Vertikutierer. Wichtig: Zum Vertikutieren müssen Boden und Rasen trocken sein. Damit das Entlüften leichter fällt, den Rasen zuerst bis auf etwa 2 cm abmähen. Dann die Vertikutierhöhe so einstellen, dass die Messer des Vertikutierers die Grasnarbe zwei bis maximal 3 Millimeter einritzen. Durch das Entfernen von Moos und Rasenfilz sowie dem Öffnen der Grasnarbe gelangt mehr Sauerstoff an die Rasenwurzeln. Das Ergebnis: Ein dichter, grüner Rasen im Frühling, der besonders strapazierfähig ist. An kahlen Stellen neuen Rasen säen. Dafür den Boden mit einer breiten Harke einebnen, Rasensamen aussäen flach einharken und anwalzen. Bei schweren Lehmböden zusätzlich eine dünne Schicht Rasenerde auftragen. 

6. Tomaten vorziehen, Salat aussäen, Kräuter stutzen

Nutzgärtner bereiten sich schon im März auf eine reiche Ernte vor: So geht es jetzt beispielsweise daran, Tomaten vorzuziehen. Bei Zimmertemperatur kommen die ersten Keimlinge schon nach etwa zwei Wochen zum Vorschein. Für die Anzucht, die Erde in kleine Anzuchtschalen geben. Jeweils einen Samen mittig in die mit Erde befüllte Schale legen und mit einer fünf Millimeter hohen Erdschicht bedecken. Die Erde mit einem Handsprühgerät gleichmäßig feucht halten. Zusätzlich schafft eine transparente Folie mit Luftlöchern oder eine Kunststoffhaube optimale Bedingungen. Auch mit dem Anbau von Salat starten Hobbygärtner im März. Ab Ende des Monats, Pflücksalat direkt im Freiland oder dem Hochbeet aussäen – breitwürfig oder in einem Abstand von etwa 25 Zentimetern. Pflücksalat regelmäßig gießen. Außerdem: Mulch ausbringen. Er hält die Feuchtigkeit länger im Boden. Praktisch: Wer sich ein pflegeleichtes Gemüsebeet wünscht, sollte vor allem auf Pflücksalat setzen. Im Vergleich zu Kopfsalat ist er weniger anfällig für Schneckenbefall. Das Kräuterbeet braucht im März eine Verjüngungskur: Dazu Bohnenkraut, Rosmarin und Thymian etwa ein bis zwei Drittel mit einer scharfen Gartenschere kürzen. Die Kräuter treiben dann besser aus. 

7. Rosen zurückschneiden 

Ein starker Rückschnitt sorgt dafür, dass Rosen üppige Blüten bilden. Wichtig: Rosen erst dann schneiden, wenn die Forsythien blühen. Die Regel: Beet-, Edel- und Hochstammrosen auf drei bis fünf gesunde Knospen zurückschneiden. Kranke, erfrorene sowie seitliche Triebe vollständig entfernen. Strauch und Kletterrosen ausdünnen und lange Triebe um etwa die Hälfte kürzen. Im Anschluss, Verschnitt und Blätter vom Boden entfernen und das Beet mit einem Gemisch aus Kompost und etwas Hornmehl gleichmäßig bestreuen. 

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