Rasenmäher warten: So machst du ihn fit für die Frühlingssaison

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Egal ob verschmutzter Luftfilter oder altes Öl: Nach einem gründlichen Check und ein paar einfachen Arbeitsschritten ist dein Rasenmäher einsatzbereit für den Garten. 

Wann sollte man den Rasenmäher warten? 

Es ist sinnvoll den Rasenmäher nach der Gartensaison gründlich zu reinigen damit in der Winterpause keine Schäden entstehen. Im Frühling kannst du dann direkt loslegen. Kommt der Winter allerdings schneller als geplant, verlegen viele Gartenbesitzer die Wartung auf
das Frühjahr. 

  

Wo kann man den Rasenmäher warten? 

Vor der Wartung gilt: Den Rasenmäher lahmlegen! Bei Benzinrasenmähern dafür den Zündkerzenstecker ziehen, bei Akku-Mähern den Akku entfernen und bei Elektrorasenmähern den Stecker ziehen. Für die Wartung selbst, einfach den eigenen Gartentisch verwenden. Dafür den Rasenmäher mit Bremskeilen aus Holzleisten vor und hinter den Rädern fixieren, damit er nicht vom Tisch rollt. Gripzangen und Schraubzwingen helfen dabei.  

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Damit der Rasenmäher nicht davon rollt, mit Holzleisten und Zwingen fixieren.

Wie lässt sich der Rasenmäher reinigen?  

Grober Schmutz wie Erde und alter Rasenschnitt zuerst mit einer groben Bürste entfernen. Vor allem Räder und enge Zwischenräume gründlich unter die Lupe nehmen. In engen Zwischenräumen, Schmutz mit einem Pinsel entfernen.    

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Wer einen Kompressor hat, richtet den Luftstrahl mit etwas Abstand auf den Mäher und pustet den Dreck einfach weg. Dabei Filter und Kühleröffnungen aussparen! Im Anschluss, letzte Staubreste mit einem feuchten Lappen entfernen. 

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Wichtig: Fließendes Wasser und nasse Lappen ein absolutes No-Go beim Motorengehäuse von Akku- und Elektrorasenmähern. 

Das Mähdeck mit einer harten Bürste und einem Kratzer von Schmutz befreien. Als Ersatz für den Kratzer, einfach eine Malerrolle ohne Fellwalze verwenden. Um Kratzer zu vermeiden, das Ende der Malerrolle mit etwas Klebeband abdecken. Für Benzinrasenmäher gilt: Für die Wartung ausschließlich schräg nach hinten Kippen und wie eine Motorhaube fixieren, etwa mit einer Holzleiste. Nicht auf die Seite legen weil Öl und Kraftstoff sonst Zylinderkopf, Vergaser und Luftfilter fluten. 

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Akku- und Elektromäher zur Seite kippen und das Mähdeck mit einer Bürste reinigen.

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enzinrasenmäher zur Wartung gerade nach hinten kippen und mit einer Holzleiste fixieren.

Wie schleift man die Messer beim Rasenmäher?

Für ein sauberes Schnittbild braucht es scharfe Messer. Allerdings ist das Schleifen mit speziellen Multifunktionswerkzeugen aufwändig und braucht einiges an Übung. Sicherer ist es deshalb, Messer für Rasenmäher im Fachhandel schleifen zu lassen, auch, um Schäden an der Messerwelle vorzubeugen. Wichtig: Bei der Arbeit mit Messern unbedingt Handschuhe tragen. 

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Elektro- und Akkumäher warten in 3 Schritten

Einmal gründlich gereinigt ist die Wartung von Elektro und Rasenmähern im Handumdrehen erledigt:

1. Grundreinigung: Befreie den Mäher wie oben beschrieben von Erd- und Grasresten 

2. Schmieren: Etwas Öl auf Radlager, Startbügel und weitere bewegliche Teile geben

3. Kabelcheck: Stromkabel und Stecker, Verlängerungskabel sowie Kabeltrommeln auf Beschädigungen prüfen. 

Benzinrasenmäher in sechs Schritten warten

Benzinrasenmäher haben mehr Power, sind aber aufwändiger zu warten. Grundsätzlich gilt: Für die Winterpause benzinbetriebene Geräte mit leerem Tank einlagern. Anderenfalls springt der Mäher im Frühling schwerer an. Um den Tank zu entleeren, den Motor so lange laufen lassen, bis er von selbst wieder ausgeht. 

1. Bei allen Wartungsarbeiten beim Rasenmäher gilt: Zuerst den Zündkerzenstecker ziehen!

2. Wie oben beschrieben, den Rasenmäher gründlich reinigen und gegebenenfalls die Messer schärfen (lassen). 

3. Ölwechsel: Mindestens einmal im Jahr ist ein Ölwechsel fällig, am besten bei noch warmem Motor. Dafür etwas Benzin in den Tank füllen und kurz den Motor laufen lassen. Dann den Zündstecker ziehen und die Ölablassschraube öffnen damit das Öl auslaufen kann.

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Zündstecker ziehen

Tipp: Ein Öl-Wechselset aus dem Fachhandel erleichtert die Arbeit. Sie enthalten einen Schlauch und eine große Spritze, mit der sich das restliche Öl leicht aus dem Tank ziehen lässt. Das Altöl in die im Set enthaltene Sammelflasche füllen und auf dem Wertstoffhof abgeben. Im Anschluss das neue Öl nach Anweisung des Herstellers einfüllen.

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Öl absaugen mit Set aus dem Fachhandel

Den Rasenmäher nach dem Ölwechsel kurz laufen lassen. Im Anschluss die Ölmenge im Tank mit dem Ölmessstab kontrollieren.

4. Zündkerzen prüfen und austauschen: Die Zündkerze mit einem Zündkerzenschlüssel herausschrauben. Ist die Elektrode der Zündkerze hellbraun, verbrennt der Kraftstoff genauso, wie es sein soll. Ist die Zündkerze dagegen rußig und schwarz braucht es eine Neue. 

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Von links nach rechts: Zündkerze neu, in Benutzung, verrußt

5. Luftfilter prüfen und wechseln: Damit das Benzin optimal verbrennt, enthält der Rasenmäher einen Luftfilter. Ist er verstopft, verschleißt der Motor. Der Luftfilter sitzt hinter einer Kunststoffabdeckung. Je nach Rasenmäher ist sie mit einer Schraube oder einer Spange befestigt. Um den Luftfilter herauszunehmen, die Schraube oder Spange lösen und die Abdeckung abnehmen. Im Anschluss den Filter vorsichtig ausklopfen und mit einer weichen Bürste und einem Zahnstocher reinigen. Ist der Filter beschädigt oder stark verschmutzt, einen neuen Filter einsetzen. Darauf achten, dass nichts wackelt oder schief sitzt.

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Luftfilter herausnehmen

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Luftfilter vorsichtig reinigen

6. Radantrieb ölen: Vor allem am Hang sind Rasenmäher mit Radantrieb Gold wert. Damit der rund läuft bekommen die Getrieberäder alle 50 Betriebsstunden, mindestens aber einmal pro Jahr einen Schuss harzfreies Öl verpasst. Dafür die Räder vor dem Abnehmen feucht abwischen. Dabei darf kein Staub zwischen die Zahnräder gelangen. Dann die Radkappen abziehen und die Radmutter lösen. 

Wichtig: Um das Rad später nicht zu fest anzuschrauben, den Spielraum merken. Hier gilt: Das Rad sollte sich leicht drehen lassen, aber nicht eiern.

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