Gaming PC zusammenstellen: 5 wichtige Tipps

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Der Bau eines Gaming-PCs kann Spaß machen aber auch frustrierend sein. Möglicherweise verfügst Du über ein knappes Budget und hast Schwierigkeiten, die richtigen Teile zu finden, um das Maximum herauszuholen. Das ist angesichts
der nahezu unbegrenzten Möglichkeiten vollkommen normal. Egal, für welche Konfiguration Du Dich letztlich entscheidest, die folgenden Ratschläge solltest Du stets im Hinterkopf behalten. 

Die Auflösung entscheidet 

Die wichtigste Frage, die Du Dir vor dem Kauf oder Bau eines Gaming-PCs stellen musst? In welcher Auflösung will ich spielen? Denn davon hängt maßgeblich ab, was Deine künftige Maschine unter der Haube haben muss. Standard ist aktuell 1080p (Full-HD), also 1.920 x 1.280 Bildpunkte. Höhere Auflösungen wie 1440p (WQHD / 2.560 x 1.440 Pixel) und 4K (Ultra-HD / 3.840 x 2.160 Pixel) werden aber immer beliebter.  

Zum Verständnis: Ein auf 1080p ausgelegter PC muss rund 2,5 Millionen Bildpunkte berechnen, ein 4K-PC dagegen rund 8,3 Millionen. Unterm Strich müsste der 4K-PC also über dreimal schneller sein, um ein Spiel flüssig darzustellen. Das betrifft vor allem die Leistung der Grafikkarte. Wenn Du Dich also beim Monitor für eine moderate Auflösung entscheidest, kannst Du allein bei der Grafikkarte Hunderte Euro sparen und zu einem Mittelklasse-Modell mit ansprechendem Preis/Leistungsverhältnis greifen. Der Spielspaß leidet darunter kaum, 1080p auf einem Bildschirm mit 24 Zoll Bildschirmdiagonale sieht ebenfalls klasse aus.  

Monitor

Bauen oder kaufen? 

Ob Du einen fertig gebauten Komplett-PC beim Händler kaufst oder Dir die einzelnen Bauteile einzeln bestellst und zusammenschraubst, ist Geschmackssache. Beide Varianten haben Ihre Vor- und Nachteile. Entscheidend
sind vor allem Zeit und Budget. Ein Eigenbau kann einige Euro sparen und bietet Dir mehr Freiheiten.  

Dagegen ist der Kauf eines vorgefertigten Spiele-PCs schneller, einfacher und im Allgemeinen zuverlässiger. Letzten Endes liegt die Entscheidung allein bei Dir. Magst Du es selbst Hand anzulegen und zu schrauben und drehst nicht gleich durch, wenn etwas nicht funktioniert? Dann baue selbst. Fühlst Du Dich dagegen unwohl bei dem Gedanken, mit Schraubenzieher und Wärmeleitpaste bewaffnet die verschiedenen Komponenten zusammenzubasteln, dann greife besser zu einem Komplett-PC.   

Nicht am Netzteil sparen 

Das Netzteil gehört zu den Bauteilen, die gerne vernachlässigt werden. Schließlich fragt Dich keiner deiner Freunde als erstes nach der Stromversorgung, sondern was für eine Kombination aus Prozessor und Grafikkarte im PC steckt. Auch viele PC-Hersteller vernachlässigen das Thema und rücken beleuchtete Gehäuse und hohe Taktraten in den Vordergrund. Ein
günstiges Netzteil mag auch vordergründig ein guter Bereich zum Geld sparen sein, damit Du Dir eine bessere Grafikkarte oder eine schnellere CPU leisten kannst – aber das ist ein Fehler.  

Denn wenn der Prozessor das Hirn eines PCs darstellt, dann ist das Netzteil das Herz. Ist es zu schwach, gerät das gesamte System aus dem Takt. Dabei ist nicht allein die Wattzahl die entscheidende Größe, sondern die
Qualität. Minderwertige Netzteile sind etwa nicht in der Lage Leistungsspitzen abzufangen und / oder geben schneller den Geist auf. Wichtig deshalb: Setze auf ein starkes Netzteil von Markenherstellern wie Bequiet, Corsair oder Seasonic. Wichtig ist ein Wirkungsgrad von mindestens „80+ Bronze“ (besser „Gold“) dass von der Wattzahl zu deiner Konfiguration passt. 

Faktor Kühlung 

Ähnliches wie für das Netzteil gilt fürs Gehäuse und Kühlelemente. Auch bei diesen Teilen solltest Du nicht zu viel sparen. Das gilt insbesondere für den Fall, wenn Du den Gaming-PCs selbst zusammenschrauben willst. Ein einfaches PC-Gehäuse, das nicht viel Platz bietet, lässt sich meist schlechter handeln, der Zusammenbau wird zur Tortur. Billige Materialien und schlechte Lüftungskonzepte können sogar die Leistung des PCs schmälern. Und zwar dann, wenn Prozessor und Grafikkarte heiß werden und folglich heruntertakten. Von dem Krach, den billige Lüfter in Kombination mit billigen Gehäusen erzeugen, ganz zu schweigen.   

Lüfter

Frage Hardware-Experten um Rat 

Sobald Du Dich für eine Konfiguration entschieden hast, veröffentliche eine vollständige Liste samt aller Komponenten in einem Hardware-Forum (etwa Computerbase ), in dem viele PC-Experten mitlesen. In der Regel bekommst Du interessante
Rückmeldungen und vielleicht auch Tipps zu Alternativen oder anderen Konfigurationen, die unter Umständen besser funktionieren.  

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